AK Kärnten holte im Vorjahr 14,1 Millionen für Arbeitnehemnr zurück

Fast 80.000 Anfragen - 977 beschritt AK den Weg zu Gericht

Klagenfurt (OTS) - 14,1 Millionen Euro hat die Arbeiterkammer Kärnten im Vorjahr mit ihrem kostenlosen Rechtsschutz in arbeits- und sozialrechtlichen Fällen erstritten. "Ohne Hilfe der AK wäre das Geld für die Kärntner Arbeitnehmer verloren gewesen", sagte heute der Kärntner AK-Präsident Günther Goach. Insgesamt wurden von den Rechtsexperten im Vorjahr 78.853 Anfragen abgewickelt, telefonisch, persönlich und schriftlich.
"Eine positive Bilanz für die AK, aber nicht für die Kärntner Arbeitgeber, die es immer noch sehr oft auf Klagen ankommen lassen, bevor sie zahlen", sagte der Leiter der Abteilung Arbeits- und Sozialrecht, Richard Wohlgemuth. Denn in 977 Fällen mussten die AK-Juristen im Vorjahr den Weg zum Arbeits- und Sozialgericht beschreiten. Auf diesem Weg hat die AK 1,3 Millionen Euro für die Arbeitnehmer zurückgeholt.
3.009 Mal hat die AK Kärnten bei den Arbeitgebern interveniert und hat so Zahlungen in Höhe von knapp mehr als zwei Millionen Euro erreicht.Dazu kamen noch Forderungsanmeldungen für 1.582 Dienstnehmer nach Firmenpleiten. Für sie wurde vom Insolvenzschutzverband für ArbeitnehmerInnen (ISA) in der AK beim Insolvenz-Entgelt-Fonds (IEF) 10,8 Millionen Euro geltend gemacht. Alles in allem ergibt das die Summe von rund 14,1 Millionen Euro, die die AK Kärnten 2012 für die Arbeitnehmer erstritten hat.
Wie schon in den Jahren zuvor war die Rechtsabteilung der AK Kärnten auch im Vorjahr am häufigsten mit nichtbezahlten Löhnen, Sonderzahlungen, Überstunden, Mehrarbeitsstunden, Zulagen und Prämien konfrontiert. Laut Wohlgemuth sei hier eine Besorgnis erregende Entwicklung festzustellen: "Die Zeiträume, in denen Arbeitgeber Löhne und Gehälter nicht zahlen, werden immer länger. Waren es bislang ein bis drei Monate, so sind jetzt Löhne oft bis zu sechs Monate ausständig."
Häufiger Anlass für Anfragen an die AK sind auch die Kollektivverträge. "Dabei geht es um Arbeitszeiten, falsche Einstufungen und Kündigungsfristen", erklärte Wohlgemuth. Platz drei nehmen Versetzungen von Mitarbeitern ein, danach kommen Anfragen zum Rückersatz von Ausbildungskosten und Dienstvertragsklauseln, die Auflösung von Dienstverhältnissen im Krankenstand oder Fragen zum Mutterschutz.
Zum Service der AK gehört auch die Beratung bei sozialrechtlichen Fragen wie der Altersteilzeit, dem Krankengeld, bei Arbeitsunfällen, Pensionsansuchen oder Pflegegeldeinstufungen. Im Vorjahr haben die AK-Sozialrechtsexperten 1.166 Pensionsklagen neu eingebracht. Auch bei Pfelegegeldeinstufungen berät die Arbeiterkammer. Im Vorjahr hat die AK 240 Klagen wegen Pflegegeldeinstufungen eingberacht.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Kärnten
Mag. Christa Maurer, Kommunikation
Tel.: 050 477-2401, Mobil: 0664/233 5899
c.maurer@akktn.at
http://kaernten.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKK0001