ÖGJ: Banken retten, Jugend im Regen stehen lassen: nicht gerecht!

Jugend ist Europas Zukunft, nicht Opferlamm der Finanzindustrie

Wien (OTS/ÖGB) - "Die Banken retten, die Ratingagenturen und die sogenannten Märkte beruhigen - und die Jugend ohne Zukunft im Regen stehen lassen - das ist nicht die soziale Gerechtigkeit, die uns vorschwebt", sagt Jürgen Michlmayr, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) zum Welttag für soziale Gerechtigkeit am 20. Februar.

"Wir haben nichts dagegen, dass Banken gerettet werden, wenn es um die Spareinlagen der sogenannten kleine Leute geht", sagt Michlmayr. "Wir haben aber etwas dagegen, dass der Beruhigung der Märkte und den guten Ratings von drei US-Agenturen die Zukunft der jungen Menschen in Europa geopfert wird. Wir sind Europas Zukunft, wir sind keine Opferlämmer für die entfesselten Finanzmärkte." Ausbildungen mit guten Jobchancen, soziale Sicherheit in Notlagen, freier und gleicher Zugang zu Leistungen der Daseinsvorsorge, das sei es, was die Jugend in Europa dringender brauche als die bisher betriebene Sparpolitik, die kein einziges Problem gelöst habe.

"Wie viele junge Menschen sollen denn noch arbeitslos werden, wie viele soziale Konfliktherde braucht es in Europa noch, bis die Politik aufwacht?" so Michlmayr. "Die in Aussicht gestellte Jugendbeschäftigungsgarantie in der EU ist ein erstes wichtiges Signal, dem konkrete Taten folgen müssen. Österreich hat vorgezeigt, dass sich Investitionen in diese Bereiche lohnen, nicht umsonst haben wir die niedrigste Arbeitslosenrate in der EU. Das ist kein Grund uns auszuruhen: Es gibt in Österreich noch genug zu tun, zum Beispiel bei der Qualitätssicherung in der dualen Berufsausbildung. Und es braucht auch niemand zu glauben, dass die hohe Jugendarbeitslosigkeit in anderen Ländern uns nicht auch irgendwann betreffen wird." Die ÖGJ verlange daher, im Sinne von sozialer Gerechtigkeit, die Jugend endlich mindestens genauso wichtig zu nehmen, wie ein funktionierendes Bankensystem.

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