LH Dörfler: "Wir wollen Regionen der Menschlichkeit sein"

Konstituierende Senza Confini-Sitzung mit LH Dörfler und den Präsidenten Luca Zaia und Renzo Tondo in Klagenfurt

Klagenfurt (OTS/LPD) - Heute, Dienstag, fand die konstituierende Sitzung der Versammlung der Euregio "Senza Confini - Ohne Grenzen" im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung statt. Landeshauptmann Gerhard Dörfler traf mit den Präsidenten der Euregio-Regionen, Renzo Tondo (Friaul-Julisch Venetien) und Luca Zaia (Veneto) zusammen, um wichtige Entscheidungen und Pläne zur Zukunft der Euregio zu besprechen und mitzuteilen.

Am 27. November 2012 war der Gründungsvertrag zu diesem Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) und somit der Euregio von LH Dörfler sowie den Präsidenten Tondo und Zaia in Venedig unterzeichnet worden. Präsident Luca Zaia wurde nun auch zum ersten Präsidenten der Euregio gekürt, wie Landeshauptmann Gerhard Dörfler in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Renzo Tondo und Luca Zaia im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung bekanntgab.

Der Landeshauptmann sprach von einem historischen Tag für Kärnten und für die Regionen der Euregio. Mit der Kraft dieser drei Regionen, die künftig um Slowenien und zwei kroatische Regionen erweitert werden sollen, wolle man ein kleines vitales Europa der Zukunft schaffen. Insgesamt würde dann diese Makroregion rund 9,2 Mio. Einwohner zählen. Man habe viele Potentiale und Stärken, die man gemeinsam entwickeln wolle, so Dörfler.

Hervorgehoben wurde das erfolgreiche Projekt der Baltisch-Adriatischen Verkehrsachse zwischen Ostsee und Adria, das nur durch das Zusammenwirken der 18 Anrainerregionen - forciert durch das Batco-Projekt - gelungen sei, erklärte Dörfler und für das es nun eine EU-Cofinanzierung für Semmering- und Koralmtunnel gebe. Es gehe um enorme Standortvorteile für die Adriahäfen wie auch für Kärnten. Diese Achse soll den Zugang zu neuen Märkten eröffnen und damit den Menschen und der Wirtschaft zugutekommen.

Man wolle viele neue Schwerpunkte setzen, vor allem im Bereich Bildung, Alternativenergien, Forschung und Entwicklung. Heute erfolge der Start in eine neue Zukunft, bekräftigte Dörfler. Er dankte den beiden Präsidenten für ihr großes Engagement und ihre persönliche Freundschaft. "Wir wollen Regionen der Menschlichkeit sein", so Dörfler.

Luca Zaia sprach ebenfalls von einem historischen Tag. Auch er betonte die Notwendigkeit und den Willen, die Euregio Senza Confini mit Leben zu erfüllen. Man habe großen Ehrgeiz, um viele neue Projekte umzusetzen.

Renzo Tondo sagte, dass man nunmehr ein stolzes Ergebnis nach jahrelanger, intensiver Aufbauarbeit erreicht habe. Europa müsse mehr zu einem Europa der Regionen werden. Diese Euregio sei eine große Chance und eine Hoffnung für die grenzüberschreitenden Kooperationen und für Zukunftsperspektiven für die Jugend. Dörfler, Zaia und Tondo unterstrichen ihren gemeinsamen Willen, ihre Zusammenarbeit und ihre Freundschaft, um die Euregio voranzubringen.

Interimistischer Direktor der Euregio Senza Confini ist Kärntens Landesamtsdirektor Dieter Platzer. Sitz der Euregio ist Triest, Zweitsitz ist Klagenfurt. An der Pressekonferenz nahmen viele Ehrengäste sowie Mitarbeiter der Regionspräsidenten und italienische Journalisten teil. Gekommen waren auch Landtagspräsident Johann Gallo, Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß, Villacher Brauereichef Josef Pacher, Kärnten Milch-Chef Helmut Petschar, der Unternehmer Ernst Buchacher, Landesrat Elio De Anna, Landesrat Roberto Ciambetti, der frühere Bürgermeister von Jesolo, Francesco Calzavara u.v.m.

Die Pressekonferenz wurde mit einer hohen Ehrung für den "Doppelpräsidenten" Luca Zaia beschlossen: er erhielt den Kärntner Landesorden in Gold. "Es ist mir eine große Ehre, Dich namens des Landes auszuzeichnen", dankte Dörfler und wies auf die zahlreichen und vielfältigen Beziehungen zwischen Kärnten und dem Veneto hin. Zaia und Tondo trugen sich auch in das Gästebuch des Landes ein. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Instrumentalgruppe "von de.viere.do".

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