- 19.02.2013, 18:04:03
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LH Dörfler: "Wir wollen Regionen der Menschlichkeit sein"
Konstituierende Senza Confini-Sitzung mit LH Dörfler und den Präsidenten Luca Zaia und Renzo Tondo in Klagenfurt
Utl.: Konstituierende Senza Confini-Sitzung mit LH Dörfler und den
Präsidenten Luca Zaia und Renzo Tondo in Klagenfurt =
Klagenfurt (OTS/LPD) - Heute, Dienstag, fand die konstituierende
Sitzung der Versammlung der Euregio "Senza Confini - Ohne Grenzen" im
Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung statt. Landeshauptmann
Gerhard Dörfler traf mit den Präsidenten der Euregio-Regionen, Renzo
Tondo (Friaul-Julisch Venetien) und Luca Zaia (Veneto) zusammen, um
wichtige Entscheidungen und Pläne zur Zukunft der Euregio zu
besprechen und mitzuteilen.
Am 27. November 2012 war der Gründungsvertrag zu diesem Europäischen
Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) und somit der Euregio
von LH Dörfler sowie den Präsidenten Tondo und Zaia in Venedig
unterzeichnet worden. Präsident Luca Zaia wurde nun auch zum ersten
Präsidenten der Euregio gekürt, wie Landeshauptmann Gerhard Dörfler
in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Renzo Tondo und Luca Zaia im
Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung bekanntgab.
Der Landeshauptmann sprach von einem historischen Tag für Kärnten und
für die Regionen der Euregio. Mit der Kraft dieser drei Regionen, die
künftig um Slowenien und zwei kroatische Regionen erweitert werden
sollen, wolle man ein kleines vitales Europa der Zukunft schaffen.
Insgesamt würde dann diese Makroregion rund 9,2 Mio. Einwohner
zählen. Man habe viele Potentiale und Stärken, die man gemeinsam
entwickeln wolle, so Dörfler.
Hervorgehoben wurde das erfolgreiche Projekt der
Baltisch-Adriatischen Verkehrsachse zwischen Ostsee und Adria, das
nur durch das Zusammenwirken der 18 Anrainerregionen - forciert durch
das Batco-Projekt - gelungen sei, erklärte Dörfler und für das es nun
eine EU-Cofinanzierung für Semmering- und Koralmtunnel gebe. Es gehe
um enorme Standortvorteile für die Adriahäfen wie auch für Kärnten.
Diese Achse soll den Zugang zu neuen Märkten eröffnen und damit den
Menschen und der Wirtschaft zugutekommen.
Man wolle viele neue Schwerpunkte setzen, vor allem im Bereich
Bildung, Alternativenergien, Forschung und Entwicklung. Heute erfolge
der Start in eine neue Zukunft, bekräftigte Dörfler. Er dankte den
beiden Präsidenten für ihr großes Engagement und ihre persönliche
Freundschaft. "Wir wollen Regionen der Menschlichkeit sein", so
Dörfler.
Luca Zaia sprach ebenfalls von einem historischen Tag. Auch er
betonte die Notwendigkeit und den Willen, die Euregio Senza Confini
mit Leben zu erfüllen. Man habe großen Ehrgeiz, um viele neue
Projekte umzusetzen.
Renzo Tondo sagte, dass man nunmehr ein stolzes Ergebnis nach
jahrelanger, intensiver Aufbauarbeit erreicht habe. Europa müsse mehr
zu einem Europa der Regionen werden. Diese Euregio sei eine große
Chance und eine Hoffnung für die grenzüberschreitenden Kooperationen
und für Zukunftsperspektiven für die Jugend. Dörfler, Zaia und Tondo
unterstrichen ihren gemeinsamen Willen, ihre Zusammenarbeit und ihre
Freundschaft, um die Euregio voranzubringen.
Interimistischer Direktor der Euregio Senza Confini ist Kärntens
Landesamtsdirektor Dieter Platzer. Sitz der Euregio ist Triest,
Zweitsitz ist Klagenfurt. An der Pressekonferenz nahmen viele
Ehrengäste sowie Mitarbeiter der Regionspräsidenten und italienische
Journalisten teil. Gekommen waren auch Landtagspräsident Johann
Gallo, Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß, Villacher
Brauereichef Josef Pacher, Kärnten Milch-Chef Helmut Petschar, der
Unternehmer Ernst Buchacher, Landesrat Elio De Anna, Landesrat
Roberto Ciambetti, der frühere Bürgermeister von Jesolo, Francesco
Calzavara u.v.m.
Die Pressekonferenz wurde mit einer hohen Ehrung für den
"Doppelpräsidenten" Luca Zaia beschlossen: er erhielt den Kärntner
Landesorden in Gold. "Es ist mir eine große Ehre, Dich namens des
Landes auszuzeichnen", dankte Dörfler und wies auf die zahlreichen
und vielfältigen Beziehungen zwischen Kärnten und dem Veneto hin.
Zaia und Tondo trugen sich auch in das Gästebuch des Landes ein. Für
die musikalische Umrahmung sorgte die Instrumentalgruppe "von
de.viere.do".
(Schluss)
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