FPÖ-Mölzer: Begrenzung von Banker-Boni ist Schritt in die richtige Richtung

Um neue Finanzkrise zu verhindern, müssen aber Systemfehler beseitigt werden - Investmentbanking ist vom traditionellen Bankgeschäft zu trennen

Wien (OTS) - Die Begrenzung von Banker-Boni wäre ein wünschenswerter Schritt, sagte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, zu den laufenden Verhandlungen zwischen Rat und EU-Parlament. "Wenn künftig die Bonuszahlungen von Bankern im Regelfall ein Jahresgehalt nicht mehr übersteigen sollen, dann wird die Bereitschaft deutlich sinken, mit hochriskanten Spekulationsgeschäften das jeweilige Kreditinstitut in ernste Schwierigkeiten zu bringen, hielt Mölzer fest.

Wenn jedoch die richtigen Lehren aus der Finanzkrise gezogen werden sollen, dann müsse es, so der freiheitliche EU-Mandatar, zu einem Gesamtpaket kommen. "Um eine Wiederholung der Krise zu verhindern, wird eine Begrenzung der Banker-Boni allein nicht ausreichen. Vielmehr werden die Fehler im System beseitigt werden müssen, aber ob dazu eine Bereitschaft besteht, ist zu jedoch bezweifeln", erklärte Mölzer.

Dabei wies der freiheitliche Europaabgeordnete darauf hin, dass die neue europäische Bankenaufsicht keine Trennung des sogenannten Investmentbankings vom traditionellen Bankgeschäft vorsehe. "Das ist ein schwerer Fehler. Wenn Banken weiterhin auf Teufel komm raus spekulieren können, ist es nur mehr eine Frage der Zeit, bis wieder Kreditinstitute am Rande der Pleite stehen und mit Steuergeldern aufgefangen werden müssen. Wenn dieser gravierende Systemfehler nicht endlich beseitigt wird, dann bleibt die Boni-Begrenzung reine Kosmetik", schloss Mölzer.

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