- 19.02.2013, 10:23:25
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FPÖ-Mölzer: Begrenzung von Banker-Boni ist Schritt in die richtige Richtung
Um neue Finanzkrise zu verhindern, müssen aber Systemfehler beseitigt werden - Investmentbanking ist vom traditionellen Bankgeschäft zu trennen
Utl.: Um neue Finanzkrise zu verhindern, müssen aber Systemfehler
beseitigt werden - Investmentbanking ist vom traditionellen
Bankgeschäft zu trennen =
Wien (OTS) - Die Begrenzung von Banker-Boni wäre ein wünschenswerter
Schritt, sagte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen
Parlament, Andreas Mölzer, zu den laufenden Verhandlungen zwischen
Rat und EU-Parlament. "Wenn künftig die Bonuszahlungen von Bankern im
Regelfall ein Jahresgehalt nicht mehr übersteigen sollen, dann wird
die Bereitschaft deutlich sinken, mit hochriskanten
Spekulationsgeschäften das jeweilige Kreditinstitut in ernste
Schwierigkeiten zu bringen, hielt Mölzer fest.
Wenn jedoch die richtigen Lehren aus der Finanzkrise gezogen werden
sollen, dann müsse es, so der freiheitliche EU-Mandatar, zu einem
Gesamtpaket kommen. "Um eine Wiederholung der Krise zu verhindern,
wird eine Begrenzung der Banker-Boni allein nicht ausreichen.
Vielmehr werden die Fehler im System beseitigt werden müssen, aber ob
dazu eine Bereitschaft besteht, ist zu jedoch bezweifeln", erklärte
Mölzer.
Dabei wies der freiheitliche Europaabgeordnete darauf hin, dass die
neue europäische Bankenaufsicht keine Trennung des sogenannten
Investmentbankings vom traditionellen Bankgeschäft vorsehe. "Das ist
ein schwerer Fehler. Wenn Banken weiterhin auf Teufel komm raus
spekulieren können, ist es nur mehr eine Frage der Zeit, bis wieder
Kreditinstitute am Rande der Pleite stehen und mit Steuergeldern
aufgefangen werden müssen. Wenn dieser gravierende Systemfehler nicht
endlich beseitigt wird, dann bleibt die Boni-Begrenzung reine
Kosmetik", schloss Mölzer.
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