Der "Lotteriepension" droht neuerliche Spesenbelastung

Finanztransaktionssteuer trifft Pensionskassenopfer

Wien (OTS) - Den Pensionskassenpensionisten droht neues Ungemach. Die Mehrheit der heute schon Leistungsberechtigten muss sich ja seit Jahren auf immer weiter sinkende Pensionszahlungen aus den Pensionskassen einstellen. Denn aus den vertraglich fixierten Firmenpensionen hat die Regierung in den Neunzigerjahren unter dem Druck einer starken Firmenlobby mit dem Pensionskassengesetz den Rahmen für Lotteriepensionen geschaffen.
Mit der Genehmigung viel zu hoher Ertragserwartungen durch die Finanzmarktaufsicht ersparten sich die Dienstgeber hohe Summen an Pensionskapital. Zugleich mussten die Pensionskassen zur Erzielung der versprochenen höheren Erträge zwangsläufig in wachsendem Umfang, leider mit wenig Erfolg, auf riskantere Anlageformen auf den Aktienbörsen ausweichen.
Aber nicht genug damit: nach der missglückten Pensionskassengesetznovelle 2012, die die über 300.000 Geschädigten völlig vergessen hat, bittet das Finanzministerium jetzt diese extrem geschädigte Betroffenengruppe über die Finanztransaktionssteuer abermals zur Kasse. Denn je unrealistischer die zur Einhaltung der Pensionszusage erforderlichen Erträge aus der Vermögensveranlagung sind, desto mehr kurzfristiger Aktienhandel mit allen daraus resultierenden Chancen und Risken ist leider notwendig. Und je mehr in Aktien gehandelt wird, desto mehr Finanztransaktionssteuer fällt an.
Die Politik als Täter - verantwortlich für Festlegung nicht erreichbarer Rechenzinsen und ein versagendes Pensionskassensystem -sahnt also neuerlich bei ihren Opfern ab! Die Transsaktionssteuer wird eins zu eins zu einer permanenten Pensionskürzung.
Frau Bundesminister Fekter, die Slowakei hat diese Schädigung der Pensionskassenpensionisten bereits erkannt, Pekabe, der Schutzverband der Pensionskassenberechtigten ersucht Sie um Wahrnehmung Ihrer Aufsichtsfunktion!

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Günter Braun, Pressesprecher des Pekabe - Schutzverband der Pensionskassenberechtigten
Mailto: pressesprecher@pekabe.at
Tel. 0699 - 111 58 699

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