- 14.02.2013, 09:04:56
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Physiker aus der ganzen Welt zu Gast bei MedAustron

Wiener Neustadt (OTS) - MedAustron, das Zentrum für Ionentherapie und
Forschung, hieß gestern Teilnehmer der "Vienna Conference on
Instrumentation", einer der weltweit bedeutendsten Konferenzen über
Teilchendetektoren, willkommen. 50 Gäste - Physiker aus der ganzen
Welt - ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, um zu erleben, wie
in Wiener Neustadt Teilchenphysik für die Krebsbehandlung angewendet
werden wird und um die künftigen Forschungsschwerpunkte mit Ionen-
bzw. Protonenstrahlen zu erfahren.
Mag. DI Dr. Thomas Schreiner, Geschäftsführer der PEG MedAustron
GmbH, freut sich über das große Interesse an MedAustron: "Die VCI
genießt hohes Ansehen in der Fachwelt, hier versammeln sich
Spitzen-Physiker. Die Besichtigung im Rahmen dieser Konferenz bot
eine einmalige Gelegenheit, MedAustron unter Experten vorzustellen
und damit einen wichtigen praktischen Nutzen von Teilchenphysik und
der Anwendung von Detektoren sichtbar zu machen."
Die "Vienna Conference on Instrumentation (VCI)" ist eine der
weltweit bedeutendsten Konferenzen über Teilchendetektoren und wird
heuer zum 13. Mal in Wien abgehalten. Organisiert wird sie vom
Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) der Österreichischen Akademie
der Wissenschaften gemeinsam mit dem Atominstitut der TU Wien. 300
Teilnehmer aus 25 Ländern berichten dabei über aktuelle Entwicklungen
von Detektoren auf dem Gebiet der Teilchenphysik, Astroteilchenphysik
und deren Anwendungen in Biologie, Medizin und Materialwissenschaft.
Mit Teilchendetektoren können Protonen und Elementarteilchen
nachgewiesen werden. So unterschiedlich die Eigenschaften dieser
Teilchen sind, so verschieden sind auch die Arten von Detektoren und
ihre Wirkungsprinzipien.
"Wir freuen uns, derart hochkarätige Wissenschaftler bei
MedAustron zu Gast zu haben, um Ihnen die Entwicklung unseres
innovativen Projekts vor Ort demonstrieren zu können", meinten die
beiden Geschäftsführer der EBG MedAustron GmbH, Dr. Thomas Friedrich
und Dr. Bernd Mößlacher, im Rahmen des Besuchs.
Thomas Schreiner führte die Physiker durch das MedAustron-Zentrum.
Diese konnten sich von den Fortschritten überzeugen und sich über die
weiteren technischen Implementierungsarbeiten informieren. Seit der
Grundsteinlegung im März 2011 sind die Arbeiten bei MedAustron im
Rekordtempo vorangeschritten, im Oktober 2012 hat die Belegschaft das
Gebäude bezogen. Erst kürzlich wurde die Ionenquelle für MedAustron
im Beisein des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung
Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle vom Generaldirektor der
Europäischen Organisation für Kernforschung CERN Prof. Dr.
Rolf-Dieter Heuer an Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll übergeben. Bevor
der Strahl für Therapie und Forschung zur Verfügung steht, gilt es
nun, auch die umfangreichen Installationsarbeiten und intensiven
Tests der Beschleunigeranlage zügig voranzutreiben. Ende 2015 plant
man bei MedAustron schließlich die ersten Patientenbehandlungen.
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