- 13.02.2013, 15:56:11
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Greenpeace: "Jedes AKW kann neues Tschernobyl werden"
Wien/Moskau (OTS) - Wie heute bekannt wurde, haben Schneemassen das
Dach im 1986 havarierten Atomkraftwerk Tschernobyl zum Einsturz
gebracht. Betroffen ist davon eine rund 70 Meter vom Sarkophag - der
provisorischen Schutzhülle für den explodierten Reaktorblock -
entfernte Maschinenhalle. Vladimir Chuprov, Energiesprecher bei
Greenpeace Russland kommentiert wie folgt:
"Auch wenn sich die Strahlwerte nicht verändert haben, ist der
Einsturz der Decke ein beunruhigendes Signal. Wenn die Platten in die
Turbinenhalle einstürzen, gibt es keine Garantie, dass der im Jahr
1986 erbaute Bunker nicht zusammenbrechen wird. Immerhin wird ja
bereits an einem neuen Sarkophag gebaut, da die Lebensdauer des des
alten in Kürze abläuft."
"Das größte Problem mit dem Sarkophag ist zur gleichen Zeit der
Feinstaub, der sich im Inneren des Gebäudes angesammelt hat. Der
Staub ist radioaktiv und wenn er sich über Dutzende von Kilometern
ausbreitet, stellt das eine ernste Gefahr für die umliegenden Gebiete
dar."
"Obwohl uns etwa 30 Jahren von der Tschernobyl-Katastrophe
trennen, stellt das Kraftwerk immer noch eine Gefahr für das Leben
der Menschen dar. Und das wird sich in den nächsten Jahrhunderten
nicht ändern. Noch besorgniserregender ist, dass jeder der 400
weltweit betriebenen Reaktoren ein neues Tschernobyl werden kann.
Fukushima hat uns das anschaulich vor Augen geführt."
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