Kössl: Drogenmissbrauch ist kein Kavaliersdelikt

Prävention steht im Mittelpunkt der Anti-Drogenstrategie des BMI - Weg von reiner Versorgung, hin zu mehr Therapieplätzen

Wien, 13. Februar 2013 (ÖVP-PK) "Drogenmissbrauch ist kein Kavaliersdelikt", so ÖVP-Sicherheitssprecher Günter Kössl. "Innenministerin Johanna Mikl-Leitner setzt mit der Einführung von Haartests zum Nachweis von Drogenkonsum einen wichtigen Schritt in Richtung mehr Prävention sowie Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Von zentraler Bedeutung ist, dass durch die Ergebnisse von Haartests der Drogenkonsum besser nachweisbar ist. Denn bei diesem Testverfahren kann gegenüber den bisher verwendeten Harntests länger nachgewiesen werden, ob die betreffende Person Drogen konsumiert hat", erklärt Kössl und stellt klar: "Es geht nicht darum, mit einem Haartest nachzuweisen, ob die betroffene Person ein Fahrzeug unter Drogeneinfluss gelenkt hat. Sicher wird aber ein drohender Haartest viele davon abhalten, sich unter Drogeneinfluss hinters Steuer zu setzen. Viel wichtiger ist aber:
Es ergibt sich die Möglichkeit bei Betroffenen schneller präventiv zu handeln und einzugreifen." Gerade bei Jugendlichen sieht der Sicherheitssprecher Handlungsbedarf: "Wir können und dürfen es nicht zulassen, dass junge Menschen zunehmend in den Drogenkonsum abrutschen und sich damit viele Chancen und Möglichkeiten verbauen. Es ist nicht das Ziel, von vornherein zu verurteilen oder anzuprangern, sondern früh genug entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen." ****

"Der Einsatz von Haartests ist nur einer von fünf Punkten aus der Anti-Drogenstrategie des Innenministeriums, um dem steigenden Drogenkonsum Herr zu werden", betont der Sicherheitssprecher. Auch der Einsatz von Drogenersatzstoffen sei derzeit nicht optimal geregelt, denn viel zu oft werde ein Suchtkranker nur mit Substitol versorgt, erhalte aber keine entsprechende Betreuung und Therapie. "Das Ziel muss sein: Weg von der reinen Versorgung mit Ersatzstoffen, hin zu mehr Therapieplätzen und menschlicher Betreuung", ist Kössl überzeugt und hält abschließend fest: "Die Innenministerin setzt mit der Anti-Drogenstrategie die richtigen Schritte. Die präventiven Maßnahmen stehen im Mittelpunkt der Überlegungen."

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