- 11.02.2013, 15:19:03
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Atomunfall in Frankreich würde 430 Milliarden Euro kosten - Haftpflichtversicherung für AKWs ein MUSS
Freistadt (OTS) - Sollte sich in Frankreich ein Atomunfall wie in
Fukushima ereignen, würde das 430 Milliarden Euro kosten, schreibt
das deutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Dies ist aber keine
Behauptung von Atomgegnern, sondern Ergebnis einer Studie des
französischen Instituts für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit
(IRSN). Europäische AKWs aber skandalös unterversichert. Die
Bundesregierung ist aufgefordert, diese Chance zu nützen.
"Diese Studie muss alle Alarmglocken schrillen lassen", so Manfred
Doppler vom Anti Atom Komitee in einer ersten Reaktion auf den
Bericht im "Spiegel".
Eine derartige Summe hat aber nicht nur für Frankreich, sondern
für ganz Europa Gültigkeit und sprengt jede finanziellen Kapazitäten
aller AKW Betreiber, egal wo. Damit wird die langjährige Kritik der
Atomgegner an der skandalösen Unterversicherung von AKWs mehr als
bestätigt.
"Es ist nicht akzeptabel, dass nach einem schweren AKW Unfall in
Europa die betroffene Bevölkerung den Schaden auch noch selber zahlen
muss. Eine umfassende Haftpflichtversicherung ist daher ein Gebot der
Stunde und stellt außerdem einen wichtigen und längst überfälligen
Schritt in Richtung Kostenwahrheit für Atomstrom dar", so Manfred
Doppler weiter und er ergänzt abschließend: "Die Antwort von
Energiekommissar Oettinger an atomstopp_oberoesterreich, dass die
Verfügbarkeit von genügend finanziellen Mitteln im Falle eines
Atomunfalls zu diskutieren und dazu ein Vorschlag der EU Kommission
in Ausarbeitung sei, öffnet eine Chance, die von der Bundesregierung
nicht versäumt werden darf und sie muss eine umfassende
Haftpflichtversicherung für AKWs konsequent einfordern."
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