- 07.02.2013, 14:20:58
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Österreichische Energieagentur startet Monitoringoffensive im Gebäudebereich
Wien (OTS) - Mit dem Schwerpunkt Klimatisierung prüft die
Österreichische Energieagentur als Partner im EU-Projekt iSERVcmb die
Energieeffizienz in Bürogebäuden, Hotels, Krankenhäusern, Schulen und
anderen Nicht-Wohngebäuden.
Mit 11 % des gesamten Strombedarfs in Europa stellen die Anlagen
zur Heizung, Lüftung und Klimatisierung (HLK) einen beachtlichen
Verbrauchsfaktor dar. In der EU-Gebäuderichtlinie wurden daher
Anlagen-Inspektionen oder vergleichbare Maßnahmen vorgesehen, um die
Verschwendung von Energie zu vermeiden. Das Projekt iSERVcmb wird mit
Hilfe eines Langzeit-Monitorings eine wichtige Datengrundlage für
diese Regelung bilden.
Auf Basis der Erfassung von zumindest stündlichen
Energieverbrauchsdaten von ca. 1600 HLK-Anlagen in den
EU-Mitgliedstaaten will das Projekt Benchmarks für gute,
durchschnittliche und unterdurchschnittliche Energieverbrauchswerte
von HLK-Anlagen entwickeln. Derzeit noch ohne Kosten können Betreiber
von Dienstleistungsgebäuden auf freiwilliger Basis und, wenn
gewünscht anonymisiert, am Projekt teilnehmen und ihre
Energieverbrauchswerte analysieren lassen.
Die eigens für iSERVcmb entwickelte Anwendung HERO identifiziert
mangelhafte HLK-Anlagen und zeigt auf, wo Optimierungspotentiale
liegen. Es ist zu erwarten, dass HLK-Anlagen, die eine
überdurchschnittliche Energieeffizienz aufweisen, von der
verpflichtenden Inspektion ausgenommen werden. Mit Hilfe von iSERVcmb
konnte der gesamte Stromverbrauch eines Gebäudes bereits um 25 %,
gesenkt werden. Die Ausgaben für Energie reduzieren sich in diesem
Fall nachhaltig um 90.000 Euro pro Jahr.
Aktuell sind bereits 81 Gebäude, 288 HLK-Anlagen und 1482
HLK-Komponenten in HERO erfasst. Diese bislang unerreichte Datenmenge
ermöglicht Teilnehmern die Erstellung von maßgeschneiderten
Benchmarks und aussagekräftigen Berichten für ihre HLK-Anlagen. Um
kostenlos am Projekt teilzunehmen sollten die HLK-Anlagen bereits
über Geräte zur Messung des Energieverbrauchs verfügen. Alternativ
sollten die Verantwortlichen bereit sein, diese Zähler zu
installieren. Interessenten sind herzlich eingeladen, sich für
weitere Informationen an die Österreichische Energieagentur zu
wenden, welche das Projekt iSERVcmb in Österreich, Deutschland und
Dänemark durchführt.
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