• 04.02.2013, 10:38:11
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Paul-Watzlawick-Ehrenring 2013 an Walter Thirring

"Für eine Metaphysik des Seins" - Ärztekammer ehrt Thirring als "einen der bedeutendsten Naturwissenschafter der Gegenwart"

Utl.: "Für eine Metaphysik des Seins" - Ärztekammer ehrt Thirring
als "einen der bedeutendsten Naturwissenschafter der
Gegenwart" =

Wien (OTS) - "Wie nur wenige andere hat Walter Thirring die
Dimensionen seiner Disziplinen gesprengt und ist an die Grenzen der
Physik gegangen. In diesem Sinn ist er ein Meta-Physiker und
dekonstruierend im Sinne von Paul Watzlawick." Die Jury des Paul
Watzlawick-Ehrenrings der Ärztekammer für Wien hat Walter Thirring
einstimmig zum Preisträger für 2013 gekürt. ****

Walter Thirring, geboren 1927 in Wien und immer noch produktiv und
kreativ, zählt zu den bedeutendsten österreichischen
Naturwissenschaftern der Gegenwart. "Er ist einer der wenigen, die
ständig die Grenzen ihres Faches ausgelotet haben, interdisziplinär
forschten und nachhaltigen Einfluss auf die moderne Physik ausüben,
insbesondere in der Quantenphysik", so der Vorsitzende der Jury,
Hubert Christian Ehalt.

Für den Kurator des Ehrenrings, Walter Dorner, reiht sich Thirring
würdig in die Riege der bisherigen Preisträger ein. "Vor allem
beeindrucken mich sein tiefer theologischer Ansatz, seine Humanität
und die Schärfe seiner naturwissenschaftlichen Erkenntnis - ein
Diagnostiker, wie er auch für uns Ärztinnen und Ärzte ein Vorbild
ist. Er ist einer, der hinterfragt und nicht ohne ausführliche,
mehrdimensionale Betrachtung urteilt." In seinen "Kosmischen
Impressionen", aber auch in seiner Autobiografie, trete dies
besonders deutlich zutage, betont Dorner.

Thirring hat Standardwerke wie das vierbändige "Lehrbuch der
mathematischen Physik" verfasst, das bis heute umfassendste
Kompendium zu diesem Thema, und mit seiner "Entformelung Einsteins"
heftige wissenschaftliche Diskurse ausgelöst. Sein bislang jüngstes
Buch trägt den Titel "Lust am Forschen: Lebensweg und Begegnungen".
"Diese Lust am Forschen ist es, die in jeder Zeile spürbar wird.
Diese Neugierde ist auch die Brücke zum Watzlawick-Ehrenring",
resümiert Dorner.

Einer der renommiertesten Wissenschafts-Awards

Der Paul-Watzlawick-Ehrenring wurde bislang viermal vergeben - an
Peter L. Berger, Aleida Assmann, Rüdiger Safranski und Friedrich
Achleitner - und ist mittlerweile einer der renommiertesten
Wissenschafts-Awards. Im Geiste Watzlawicks, des großen
österreichischen Psychoanalytikers und Kommunikationswissenschafters,
werden damit herausragende Wissenschafter ausgezeichnet, die über
"den Tellerrand der Disziplinen hinaus denken, sich in ihrem Leben
für eine humane Gesellschaft einsetzen und Forschung und Wissenschaft
einem breiten Publikum vermitteln können". Für Dorner ist der Ring
"Zeichen unseres Engagements für den Dialog zwischen Medizin und
Ethik und eine Humanisierung der Medizin".

Der Paul-Watzlawick-Ehrenring wurde von der Meisterklasse Paolo
Piva der Hochschule für Angewandte Kunst geschaffen und zitiert die
"Möbiusschleife" als Metapher des permanenten Forschens und Denkens.
Der Ehrenringträger wird durch eine unabhängige Expertenjury aus
unterschiedlichen Wissens- und Lebensbereichen bestimmt. Der Jury -
unter Vorsitz von Hubert Christian Ehalt - gehören für 2013 Karin
Gutiérrez-Lobos, Michael Kerbler, Ulrich Körtner, Karin Schaupp,
Raoul Schrott, Sabine Seidler, Rudolf Taschner, Albert Wimmer und
Paul Zulehner an.

Die Verleihung des Ehrenrings im Rahmen der "Wiener Vorlesungen"
findet am 11. April 2013 um 19.00 Uhr im Kuppelsaal der Technischen
Universität Wien statt. Die Laudatio hält Rudolf Taschner. (hpp)

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