ÖGB-Ruprecht zu Frauenpensionen: Täglich grüßt das Murmeltier

Rahmenbedingungen im Arbeitsleben verbessern, 1.500 Euro Mindestlohn/-gehalt

Wien (OTS/ÖGB) - "Man kommt sich schon vor wie in einer Zeitschleife angesichts dessen, dass die so genannten Pensionsexperten uns in regelmäßigen Abständen erklären, was für die Frauen am besten ist", kritisiert Brigitte Ruprecht, ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende die heutigen Aussagen von Herrn Mazal.

"Der erste logische Schritt muss sein, die Lage von Frauen im aktiven Erwerbsleben zu verbessern", verlangt Ruprecht. "Ausreichende Kinderbildungseinrichtungen, und zwar flächendeckend in ganz Österreich, mit Öffnungszeiten, die Vollzeitarbeit erlauben, das wäre eine Forderung, die ich von Sozialexperten lieber hören würde. Die ständige Leier davon, dass ein höheres Pensionsalter für Frauen das Beste wäre, ist weder neu, noch ist sie wirklich im Sinne der Frauen." Frauenpensionen wären nicht deshalb so niedrig, weil sie zu früh in Pension gingen, so Ruprecht, sondern weil sie immer noch weniger verdienen als Männer und weil sie in Teilzeitjobs gezwungen würden. Ruprecht erinnert daher an die Forderung der ÖGB-Frauen nach 1.500 Euro Mindestbruttolohn/-gehalt. "Hier muss man ansetzen, damit Frauen von Beginn ihres Arbeitslebens an gleiche Chancen, gleiche Einkommen haben - bei den Pensionen anzusetzen ist grundverkehrt."

Rückfragen & Kontakt:

Nani Kauer
ÖGB-Kommunikation
01/53 444-39 261

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0002