Bundeskanzler Faymann: In Europa Gemeinsames in den Vordergrund stellen

EU-Kommissionspräsident Barroso zu Arbeitsgespräch im Bundeskanzleramt

Wien (OTS) - "Die EU steht beim Europäischen Rat nächste Woche vor einer ihrer wichtigsten Entscheidungen, wenn es um den Beschluss des mehrjährigen Finanzrahmens geht. Damit geben wir Europa die nötige Stabilität. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Donnerstag, nach dem Arbeitsgespräch mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso im Bundeskanzleramt. Die Arbeitslosigkeit in Europa mahne, Gemeinsames in den Vordergrund zu stellen, so Faymann.

"Damit wir in Europa weiterhin in Bereiche wie Infrastruktur, Forschung, Bildung und ländliche Entwicklung investieren können, brauchen wir finanzielle Planbarkeit. Davon profitiert auch unser Land", so der Bundeskanzler. Österreich habe bereits bei den bisherigen Verhandlungen seine Position eingebracht: "Wir wollen, dass in Europa nicht nur die Entwicklung der Städte im Vordergrund steht, sondern dass genauso der ländliche Raum gefördert wird. So können wir auch die Chancen der Menschen in ländlichen Regionen erhöhen."

Zur Diskussion um die Rabatte, hielt Faymann fest, dass er vorgeschlagen habe, dass alle Länder zu Gunsten eines Jugendbeschäftigungsfonds auf ihre Rabatte verzichten sollten. "Dass Österreich als einziges Land auf seinen Rabatt verzichten soll, halte ich für keine richtige Idee."

Bundeskanzler Faymann abschließend: "Ich hoffe, dass in den anstehenden Verhandlungen das Konstruktive überwiegen wird und Streitigkeiten in den Hintergrund treten. Wenn wir gemeinsam aus der Krise heraus kommen wollen, dann dürfen wir nicht nur sparen, sondern müssen auch bereit sein, in Zukunftsbereiche zu investieren."

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