Für tausende Kinder in Osteuropa ist das Leben kein Spiel

Caritas&Du schenken ein Zuhause

Wien (OTS) - Caritas Präsident Franz Küberl: "Ob in der Ukraine, in Albanien, Weißrussland, Rumänien oder eben in der Republik Moldau:
Überall auf der Welt gibt es Kinder, die völlig auf sich allein gestellt sind, überall müssen Kinder in entsetzlichen Verhältnissen leben. Diese Kinder brauchen dringend unsere Unterstützung!" Druckfähige Bilder zum Download:
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Marina ist 8 Jahre alt und lebt in der Republik Moldau. Ihre Mutter versucht, sie und ihre 4 Geschwister irgendwie durchzubringen, der Vater ist im Gefängnis. Ihr eigentliches Zuhause ist ein Zimmer ohne Heizung, Toilette und Waschraum im Hof. Im Tageszentrum Petrushka der Caritas findet Marina Geborgenheit und Sicherheit.
Das Armenhaus Europas
In der Republik Moldau begegnet man tausenden Schicksalen wie jenem von Marina. Laut Human Development Index des UNDP gilt Moldau als das ärmste Land Europas. Jedes 5. Kind in der Republik Moldau ist von der Auswanderung mindestens eines Elternteiles betroffen.
"Als einzigen Ausweg aus der bitteren Armut und als letzte Chance für ihre Kinder sehen viele Mütter nur noch die illegale Einreise in die EU. Tausende "Sozialwaisen" bleiben alleine zurück, wenn zum Beispiel die Mütter nicht mehr zurückkommen oder der Vater stirbt. Wir dürfen uns da nichts vormachen - diese Form der Arbeitsmigration zerstört Familien, das kann ich nach 7 Jahren Beschäftigung mit dem Thema sicher sagen. Die Kinder leiden zu Hause entsetzlich darunter, dass ihre Mütter weggegangen sind und wenn sie zurückkommen, sind sie einander fremd geworden. Die Caritas mit ihren Einrichtungen sind für viele Kinder oft die einzige und letzte Anlaufstation", so der ORF-Regisseur Ed Moschitz, der für seinen Film "Mama Illegal" sieben Jahre lang drei Frauen aus einem kleinen Dorf in der Republik Moldau, die in Österreich illegal lebten und arbeiteten, mit der Kamera begleitete.
Lokalaugenschein Moldau
Vergangene Woche konnte sich Franz Küberl selbst einen Eindruck von der Lage vor Ort machen: "Es ist mir bei dieser Reise extrem an die Nieren gegangen, dass ich erfahren musste, dass laut Auskunft des moldawischen Sozialministeriums die Suizidrate unter Kindern gestiegen ist!" Im Krisen- und Tageszentrum für Kinder, "Petrushka", in der Transnistrischen Moldauischen Republik, finden alleingelassene Kinder Unterschlupf. Hier bekommen sie zu essen, haben Ansprache, Hilfe bei Hausaufgaben. Somit werden Kinder dabei unterstützt, einen Schulabschluss zu machen. Dieses Projekt wird von der Agentur der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit "ADA" mitfinanziert. Küberl: "Kinder sind von Armut, Hunger, Kälte und Obdachlosigkeit immer besonders stark betroffen. Und sie sind solchen Einflüssen fast schutzlos ausgeliefert: Kinder können sich nicht gegen Gewalt wehren. Sie werden bei Unterernährung rascher krank. Sie können kaum etwas gegen ihre Notsituation unternehmen. Damit brauchen Kinder unseren Schutz und ganz spezielle Hilfe."
Die dramatische Lage in Moldau hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr zugespitzt. Nach dem Zerfall der Sowjetunion, der Unabhängigkeit Moldawiens und einem darauffolgenden Bürgerkrieg wurde das Land zweigeteilt: In die eher pro-westliche Republik Moldau und die pro-russische Transnistrische Moldauische Republik, die sich 1991 als unabhängig erklärt hat, jedoch bis heute auf internationaler Ebene nicht als Staat anerkannt wurde. Diese Entwicklungen haben zu einer wirtschaftlichen Notsituation im Land geführt. Heute lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Eine hohe Sterblichkeitsrate, der erschwerte Zugang zum Bildungs- und Gesundheitswesen sowie mangelnde Perspektiven für junge Menschen haben zu einer enorm hohen Abwanderung geführt. Auf der Suche nach einem besseren Leben werden diese Menschen immer wieder zu Opfern von skrupellosen Schleppern und von Menschenhandel.
Daten&Fakten Osteuropa
In Osteuropa und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion leben 18 Millionen Kinder in extremer Armut. Jedes 4. Kind in der Region lebt in einem Haushalt mit einem täglichen Einkommen unter 2,15 USD. Viele Kinder haben keinen Zugang zu Wasser, Bildung oder ausgewogener Ernährung.
Caritas-Hilfe insgesamt:
Caritas-Projekte insgesamt in den ärmsten Ländern Europas: 205 Davon: 158 Kinderprojekte (darunter 34 Waisenhäuser, 28 Tageszentren, 31 Schulprojekte)
sowie die Unterstützung junger Mütter und Förderung der Schulbildung im Allgemeinen. Denn Bildung ist die beste Hilfe zur Selbsthilfe. Zunächst geht es aber darum, die elementaren Bedürfnisse sicherzustellen: Essen, Obdach, saubere Kleidung und den Zugang zu sanitären Einrichtungen.
Projekte der Caritas vor Ort
Die Caritas ist seit 2003 in der Republik Moldau tätig und unterstützt in aktuell 25 Projekten die betroffene Bevölkerung vor Ort. In erster Linie betreffen die Aktivitäten der Caritas die Betreuung und Begleitung der dramatisch angestiegenen Zahl von Sozialwaisen und Straßenkindern:
- Im Mutter-Kind-Haus "In mothers arms" unterstützt die Caritas junge Mütter und ihre Kinder in Krisensituationen, die dort ein Zuhause und psychologische Betreuung durch erfahrene SozialarbeiterInnen bekommen.
- Im Ausbildungszentrum für Mädchen in Chisinau werden in Zusammenarbeit mit der Frauenorganisation "Civic Initiative -Collaboration Partnership Center" junge Frauen Kurse und Weiterbildungsmöglichkeiten in verschiedenen Fachrichtungen angeboten.
Ein herzlicher Dank an die Sponsoren
Die Caritas dankt den Hauptsponsoren Erste Bank und Wiener Städtische Versicherungsverein, die die Kinderkampagne 2013 erst ermöglicht haben. Ein großes Danke auch an die Werbeagentur McCann für die Gestaltung der Kampagne.
Caritas-Spendenkonto:
Erste Bank 012-34560, BLZ 20.111, KW: Kinder in den ärmsten Ländern Europas
Online-Spenden: www.caritas.at

Rückfragen & Kontakt:

Caritas Österreich
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