• 31.01.2013, 12:10:43
  • /
  • OTS0159 OTW0159

Für tausende Kinder in Osteuropa ist das Leben kein Spiel

Caritas&Du schenken ein Zuhause

Utl.: Caritas&Du schenken ein Zuhause =

Wien (OTS) - Caritas Präsident Franz Küberl: "Ob in der Ukraine, in
Albanien, Weißrussland, Rumänien oder eben in der Republik Moldau:
Überall auf der Welt gibt es Kinder, die völlig auf sich allein
gestellt sind, überall müssen Kinder in entsetzlichen Verhältnissen
leben. Diese Kinder brauchen dringend unsere Unterstützung!"
Druckfähige Bilder zum Download:
http://bild-db.caritas-wien.at/imagine/pindownload/pindownload.do
Pincode: 01MFX
Marina ist 8 Jahre alt und lebt in der Republik Moldau. Ihre Mutter
versucht, sie und ihre 4 Geschwister irgendwie durchzubringen, der
Vater ist im Gefängnis. Ihr eigentliches Zuhause ist ein Zimmer ohne
Heizung, Toilette und Waschraum im Hof. Im Tageszentrum Petrushka der
Caritas findet Marina Geborgenheit und Sicherheit.
Das Armenhaus Europas
In der Republik Moldau begegnet man tausenden Schicksalen wie jenem
von Marina. Laut Human Development Index des UNDP gilt Moldau als das
ärmste Land Europas. Jedes 5. Kind in der Republik Moldau ist von der
Auswanderung mindestens eines Elternteiles betroffen.
"Als einzigen Ausweg aus der bitteren Armut und als letzte Chance für
ihre Kinder sehen viele Mütter nur noch die illegale Einreise in die
EU. Tausende "Sozialwaisen" bleiben alleine zurück, wenn zum Beispiel
die Mütter nicht mehr zurückkommen oder der Vater stirbt. Wir dürfen
uns da nichts vormachen - diese Form der Arbeitsmigration zerstört
Familien, das kann ich nach 7 Jahren Beschäftigung mit dem Thema
sicher sagen. Die Kinder leiden zu Hause entsetzlich darunter, dass
ihre Mütter weggegangen sind und wenn sie zurückkommen, sind sie
einander fremd geworden. Die Caritas mit ihren Einrichtungen sind für
viele Kinder oft die einzige und letzte Anlaufstation", so der
ORF-Regisseur Ed Moschitz, der für seinen Film "Mama Illegal" sieben
Jahre lang drei Frauen aus einem kleinen Dorf in der Republik Moldau,
die in Österreich illegal lebten und arbeiteten, mit der Kamera
begleitete.
Lokalaugenschein Moldau
Vergangene Woche konnte sich Franz Küberl selbst einen Eindruck von
der Lage vor Ort machen: "Es ist mir bei dieser Reise extrem an die
Nieren gegangen, dass ich erfahren musste, dass laut Auskunft des
moldawischen Sozialministeriums die Suizidrate unter Kindern
gestiegen ist!" Im Krisen- und Tageszentrum für Kinder, "Petrushka",
in der Transnistrischen Moldauischen Republik, finden alleingelassene
Kinder Unterschlupf. Hier bekommen sie zu essen, haben Ansprache,
Hilfe bei Hausaufgaben. Somit werden Kinder dabei unterstützt, einen
Schulabschluss zu machen. Dieses Projekt wird von der Agentur der
österreichischen Entwicklungszusammenarbeit "ADA" mitfinanziert.
Küberl: "Kinder sind von Armut, Hunger, Kälte und Obdachlosigkeit
immer besonders stark betroffen. Und sie sind solchen Einflüssen fast
schutzlos ausgeliefert: Kinder können sich nicht gegen Gewalt wehren.
Sie werden bei Unterernährung rascher krank. Sie können kaum etwas
gegen ihre Notsituation unternehmen. Damit brauchen Kinder unseren
Schutz und ganz spezielle Hilfe."
Die dramatische Lage in Moldau hat sich in den vergangenen Jahren
immer mehr zugespitzt. Nach dem Zerfall der Sowjetunion, der
Unabhängigkeit Moldawiens und einem darauffolgenden Bürgerkrieg wurde
das Land zweigeteilt: In die eher pro-westliche Republik Moldau und
die pro-russische Transnistrische Moldauische Republik, die sich 1991
als unabhängig erklärt hat, jedoch bis heute auf internationaler
Ebene nicht als Staat anerkannt wurde. Diese Entwicklungen haben zu
einer wirtschaftlichen Notsituation im Land geführt. Heute lebt mehr
als die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Eine hohe
Sterblichkeitsrate, der erschwerte Zugang zum Bildungs- und
Gesundheitswesen sowie mangelnde Perspektiven für junge Menschen
haben zu einer enorm hohen Abwanderung geführt. Auf der Suche nach
einem besseren Leben werden diese Menschen immer wieder zu Opfern von
skrupellosen Schleppern und von Menschenhandel.
Daten&Fakten Osteuropa
In Osteuropa und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion leben 18
Millionen Kinder in extremer Armut. Jedes 4. Kind in der Region lebt
in einem Haushalt mit einem täglichen Einkommen unter 2,15 USD. Viele
Kinder haben keinen Zugang zu Wasser, Bildung oder ausgewogener
Ernährung.
Caritas-Hilfe insgesamt:
Caritas-Projekte insgesamt in den ärmsten Ländern Europas: 205
Davon: 158 Kinderprojekte (darunter 34 Waisenhäuser, 28 Tageszentren,
31 Schulprojekte)
sowie die Unterstützung junger Mütter und Förderung der Schulbildung
im Allgemeinen. Denn Bildung ist die beste Hilfe zur Selbsthilfe.
Zunächst geht es aber darum, die elementaren Bedürfnisse
sicherzustellen: Essen, Obdach, saubere Kleidung und den Zugang zu
sanitären Einrichtungen.
Projekte der Caritas vor Ort
Die Caritas ist seit 2003 in der Republik Moldau tätig und
unterstützt in aktuell 25 Projekten die betroffene Bevölkerung vor
Ort. In erster Linie betreffen die Aktivitäten der Caritas die
Betreuung und Begleitung der dramatisch angestiegenen Zahl von
Sozialwaisen und Straßenkindern:
- Im Mutter-Kind-Haus "In mothers arms" unterstützt die Caritas junge
Mütter und ihre Kinder in Krisensituationen, die dort ein Zuhause und
psychologische Betreuung durch erfahrene SozialarbeiterInnen
bekommen.
- Im Ausbildungszentrum für Mädchen in Chisinau werden in
Zusammenarbeit mit der Frauenorganisation "Civic Initiative -
Collaboration Partnership Center" junge Frauen Kurse und
Weiterbildungsmöglichkeiten in verschiedenen Fachrichtungen
angeboten.
Ein herzlicher Dank an die Sponsoren
Die Caritas dankt den Hauptsponsoren Erste Bank und Wiener Städtische
Versicherungsverein, die die Kinderkampagne 2013 erst ermöglicht
haben. Ein großes Danke auch an die Werbeagentur McCann für die
Gestaltung der Kampagne.
Caritas-Spendenkonto:
Erste Bank 012-34560, BLZ 20.111, KW: Kinder in den ärmsten Ländern
Europas
Online-Spenden: www.caritas.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OCZ

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel