- 30.01.2013, 12:58:30
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Strom ist preisstabilste Energie in Österreich
E-Wirtschaft sieht klassische Themenverfehlung der Arbeiterkammer
Utl.: E-Wirtschaft sieht klassische Themenverfehlung der
Arbeiterkammer =
Wien (OTS) - Als "klassische Themenverfehlung" sieht Österreichs
E-Wirtschaft die aktuellen Äußerungen von AK-Direktor Werner Muhm.
"Wenn man fordert, dass Energie nicht zum Luxusgut werden dürfe, dann
sollte man sich auch auf jene Energieformen konzentrieren, die
tatsächlich teurer geworden sind und nicht auf Strom, der nachweisbar
inflationsdämpfend wirkt", erklärte Barbara Schmidt,
Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung
der E-Wirtschaft.
Die Preise für elektrische Energie stiegen im vergangenen Jahrzehnt
deutlich langsamer als die Preise aller anderen Energieformen und
auch im abgelaufenen Jahr war die Strompreisentwicklung mit plus 0,8
Prozent um zwei Drittel unter der allgemeinen Inflationsrate von 2,4
Prozent. Preistreiber der vergangenen Jahre waren dagegen Steuern und
Abgaben. Schmidt: "Während der reine Energiepreis bei Strom heute
gerade um 18 Prozent höher ist als 1996 sind die Abgaben momentan um
34 Prozent und die Steuern auf Strom um 104 Prozent höher."
Österreichische Strompreise im Europa-Vergleich wettbewerbsfähig
Als wettbewerbsfähig und fair kalkuliert sieht die E-Wirtschaft die
heimischen Strompreise im Europa-Vergleich: "Wir liegen damit unter
Deutschland, Spanien, Italien oder Großbritannien." Frankreich mit
seinen nach wie vor regulierten Preisen oder Länder wie Bulgarien
oder Litauen könnten auch aus Sicht der Arbeiterkammer kein
Vergleichsmodell sein. Ein Vergleich der Industriestrompreise mit den
Haushaltspreisen sei ebenfalls nicht zielführend. Hier stehe
Österreich in direkter Konkurrenz mit Deutschland.
Fadenscheinig ist aus Sicht der E-Wirtschaft auch die Argumentation
der Arbeiterkammer, die Konsumenten könnten entlastet werden, wenn
man Gebühren, beispielsweise für die Netznutzung stärker auf die
Stromproduzenten überwälze. Schmidt: "Alle Kosten, die man den
Stromproduzenten aufbürdet, sei es im Zusammenhang mit dem Netz oder
auch mit dem geplanten Energieeffizienzgesetz werden sich
zwangsläufig über kurz oder lang in den Strompreisen wiederfinden
müssen, denn die Erträge der E-Wirtschaft sind schon jetzt durch die
Verzerrung der Märkte aufgrund geförderter Energieträger stark unter
Druck. Wer hier die inländische Stromerzeugung einseitig belastet,
gefährdet gleichzeitig Arbeitsplätze in Österreich."
Grafik-Download: Aktuelle Grafiken zum Thema Strompreis finden Sie
unter http://oesterreichsenergie.at/PA_Energiekosten_30012013.html
Über Oesterreichs Energie
Oesterreichs Energie vertritt seit 1953 die gemeinsam erarbeiteten
Brancheninteressen der E-Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und
Öffentlichkeit. Als erste Anlaufstelle in Energiefragen arbeiten wir
eng mit politischen Institutionen, Behörden und Verbänden zusammen
und informieren die Öffentlichkeit über Themen der
Elektrizitätsbranche.
Die rund 140 Mitgliedsunternehmen erzeugen mit knapp 21.000
Mitarbeitern mehr als 90 Prozent des österreichischen Stroms und
betreiben die Transport- und Verteilnetze Österreichs. Die
Stromproduktion der Mitglieder von Oesterreichs Energie erreichte
2010 rund 60 Milliarden Kilowattstunden, davon 60 Prozent aus
nachhaltiger Wasserkraft.
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