ÖH: Appell an Ministerinnen: Master für alle muss ins LehrerInnendienstrecht

Dienstrecht und PädagogInnenbildung zusammendenken

Wien (OTS) - Anlässlich der wiederaufgenommenen Verhandlungen zum LehrerInnendienstrecht fordert die ÖH von den zuständigen Ministerinnen die qualitative Aufwertung des Berufsstands der PädagogInnen. Ein Element dieser Qualitätssteigerung ist ein verpflichtender Studienabschluss auf Master- oder Magister-Niveau für alle PädagogInnen. Bei der Ausgestaltung des neuen Dienstrechts ist deshalb besonders darauf zu achten, dass eine "reguläre" Lehrbefugnis nur durch einen Masterabschluss gegeben sein darf. "In keinem Fall dürfen BachelorabsolventInnen nach dem Unterrichtspraktikum beispielsweise mit befristeten regulären Lehrverträgen weiter unterrichten. Das würde ein verpflichtendes Masterstudium komplett unterwandern und JungpädagogInnen in prekäre Beschäftigungsbedingungen drängen. Auch im Dienstrecht müssen klare Rahmenbedingungen geschaffen werden um sicherzustellen, dass das Unterrichtspraktikum während der Induktionsphase maximal eine halbe Lehrverpflichtung beträgt", so Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH.

Für die ÖH steht fest, dass eine Reform der PädagogInnenbildung nur dann sinnvoll durchgeführt werden kann, wenn die Ausgestaltung der Studien, die Frage wer diese Studien anbieten kann, als auch die späteren Arbeitsbedingungen der PädagogInnen als gemeinsames Paket überarbeitet werden. Ein Beispiel, an dem die enge Verzahnung von Dienstrecht und PädagogInnenbildung NEU besonders gut sichtbar wird, ist der berufsbegleitende Master für PädagogInnen. "Ein berufsbegleitender Master als Regelfall kommt für die ÖH nicht in Frage", so Gruber. "Gerade in der Phase des Berufseinstiegs müssen PädagogInnen ausreichend Zeit und Unterstützung bekommen, um ihre pädagogische Praxis zu reflektieren und die Möglichkeit haben neue Wege zu gehen. Die ÖH plädiert an die VerhandlerInnen der PädagogInnenbildung und des Dienstrechts, diesen Punkt sowie die anderen bereits mehrfach vorgebrachten Vorschläge der Studierenden zu verwirklichen!"

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