- 27.01.2013, 20:07:47
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Greenpeace: Atom-Referendum von Politik instrumentalisiert
Bulgarien muss sich von Atomenergie verabschieden und Erneuerbare Energien ausschöpfen
Utl.: Bulgarien muss sich von Atomenergie verabschieden und
Erneuerbare Energien ausschöpfen =
Wien/Sofia (OTS) - Am heutigen Sonntag wurde die bulgarische
Bevölkerung über die Energiezukunft des Landes befragt. Das
Referendum, in dem die BürgerInnen darüber entscheiden sollten, ob
"Atomenergie in der Republik Bulgarien durch den Bau eines neuen
Kernkraftwerks weiterentwickelt werden soll", führte bereits im
Vorfeld zu massiver Kritik. Greenpeace kritisiert, dass in der
Fragestellung unklar ist, um welches AKW es sich überhaupt handelt
und, dass parteipolitisches Kalkül die treibende Kraft hinter dem
Referendum ist. 60 Prozent der heute teilnehmenden bulgarischen
Bevölkerung haben sich für die Weiterentwicklung der Atomenergie in
Bulgarien ausgesprochen. Da sich jedoch nur knapp über 20 Prozent am
Referendum beteiligt haben, ist das Ergebnis ungültig. Für ein
gültiges Ergebnis wäre eine Beteiligung von mehr als 60 Prozent
notwendig gewesen. Julia Kerschbaumsteiner, Atomsprecherin bei
Greenpeace kommentiert dies wie folgt:
"Es ist unfassbar, wie das Atom-Referendum in Bulgarien für ein
parteipolitisches Kräftemessen instrumentalisiert wurde. Die
sozialistische Partei, die sich für die Fortschreibung des
stillgelegten AKW-Projekts Belene einsetzt, hat massiv für das
Referendum Stimmung gemacht, ohne auch nur einmal über die
Finanzierung dieses Wahnsinns-Projektes nachzudenken. Es ist reinste
Ironie, im ärmsten Land der EU zehn Milliarden Euro in schmutzige und
hochriskante Atomprojekte fließen zu lassen. Stattdessen sollte
Bulgarien sein großes Potenzial an Erneuerbarer Energie ausschöpfen
und an einer zukunftsorientierten Energiepolitik arbeiten."
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