• 25.01.2013, 10:12:52
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R20-Energiekonferenz: Sinnvolle Initiative aber fragwürdige Ergebnisse?

Umweltorganisationen kritisieren Ausschluss für NGOs und Betroffene

Utl.: Umweltorganisationen kritisieren Ausschluss für NGOs und
Betroffene =

Wien (OTS) - Arnold Schwarzenegger wird zwischen Kitzbüheler und
Schladminger Hüttengaudi nächste Woche auch die von ihm mitbegründete
R20-Energiekonferenz in Wien eröffnen. Für alle Umweltorganisationen
ist der Klimaschutz ein prioritäres Ziel. Daher ist die Frage des
Energiemix der Zukunft von größter Bedeutung. Die
Umweltorganisationen WWF, Greenpeace, GLOBAL 2000 und Klimabündnis
Österreich begrüßen die Initiative, die weltweit Klimaschutz auf
regionaler Ebene unterstützen soll. Die vier Organisationen
kritisieren aber, dass die Veranstaltung als reiner Elitezirkel von
Wirtschaft, Politik und Wissenschaft angelegt wird und die
Zivilgesellschaft (NGOs) keinen Platz bekommt. Fast 60 Beiträge
stehen auf der Agenda der Konferenz, aber keine einzige
österreichische oder internationale NGO wurde eingeladen, Beiträge zu
Umwelt-, Klima-, Naturschutz- oder sozialen Fragen der
Klimagerechtigkeit einzubringen und eventuell auch unangenehme Fragen
zu stellen. Die vom Klimawandel Betroffenen aus aller Welt und die
Bevölkerung werden mit Eintrittspreisen von 600 Euro aufwärts von
einer Teilnahme abgehalten. "Es besteht die Gefahr, dass die
Konferenz Greenwashing in großem Stil betreibt", befürchtet
Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit.

Die R20-Konferenz zielt laut ihrer Selbstdarstellung auf konkrete
Beispiele und Maßnahmen ab um den Klimaschutz auf regionaler Ebene zu
verbessern. "Der WWF wünscht sich von allen Teilnehmern ein
Bekenntnis zu folgenden drei Prinzipien: Weltweiter Ausstieg aus den
fossilen Energieträgern bis zum Jahr 2050, Maximierung der
Energieeffizienz und des Einsparpotentials in den Industrieländern
sowie ökologische und soziale Nachhaltigkeitskriterien für
Erneuerbare Energien", so WWF-Geschäftsführer Gerald Steindlegger.

"Wir sind gespannt, welche Antworten die UNIDO, die OMV und Renault
auf den Klimawandel haben, wenn sie ihre Vorschläge für einen
Energiemix der Zukunft und ihre Rolle dabei bekanntgeben", sagte der
Geschäftsführer von GLOBAL 2000, Klaus Kastenhofer, drei Tage vor der
Konferenz. "Wir hoffen, dass die Vertreter der Europäischen Bank für
Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und der Großbanken den längst
fälligen Ausstieg aus der Finanzierung fossiler Energieträger wie
Kohle, Öl und Gas verkünden", wünscht sich Peter Molnar,
Geschäftsführer des Klimabündnis Österreich.

Von Bundeskanzler Werner Faymann und Bundesminister Nikolaus
Berlakovich fordern die vier Organisationen, endlich die längst
überfälligen Finanzierungszusagen Österreichs für eine nachhaltige
Entwicklung und Klimawandelanpassung in den Entwicklungsländern
bekannt zu geben. Konkret fordern die die Organisationen unisono 80
Millionen Euro jährlich ab 2013. Mit dieser Summe soll Österreich
seinen Verpflichtungen zur Klimafinanzierung nachkommen. Damit sollen
vor allem Maßnahmen für klimafreundliche Entwicklung, der Schutz des
weltweiten Waldbestandes sowie die Katastrophenvorsorge im Zuge des
Klimawandels finanziert werden. Die Geschäftsführer der vier
Organisationen sind als Zuhörer auf der R20-Energiekonferenz
eingeladen um ihre Anliegen zu vertreten.

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