Steuerabkommen mit Liechtenstein steht

Fekter: "Ein weiterer großer Schritt in Richtung mehr Steuergerechtigkeit"

Wien (OTS) - "Nach dem Steuerabkommen mit der Schweiz ist uns, nach nicht einmal einem Jahr, neuerlich ein großer Wurf gelungen", zeigte sich Finanzministerin Dr. Maria Fekter bei der heutigen Pressekonferenz im BMF anlässlich der bevorstehenden Unterzeichnung des Steuerabkommens zwischen Österreich und Liechtenstein erfreut.

Das Abkommen mit Liechtenstein basiert auf dem mit der Schweiz abgeschlossenen Abkommen, das einen ähnlichen Regelungszweck verfolgt. Das Steuerabkommen mit Liechtenstein umfasst wie bei der Schweiz Kapitalvermögen von Österreichern, das bei Banken in Liechtenstein veranlagt ist und zusätzlich auch Kapitalvermögen, das von Treuhändern für Österreicher in liechtensteinischen Stiftungen weltweit verwaltet wird. "Wir haben eine gute Lösung für Vergangenheit und Zukunft gefunden. Steuerflucht wird so immer unattraktiver, weil wir auch mit diesem Abkommen die Anreize deutlich vermindern", betonte Fekter.

Im Detail bedeutet das, dass liechtensteinische Banken und Vermögensverwalter wie beispielsweise Treuhänder künftig eine Abgeltungssteuer für die Vergangenheit einheben, die Besteuerung der zukünftigen Kapitalerträge vornehmen, bei Zuwendungen an intransparente Stiftungen die Eingangsbesteuerung und bei Zuwendungen von intransparente Stiftungen an Begünstigte die Zuwendungsbesteuerung durchführen sollen. "Liechtenstein wird künftig eine der österreichischen Kapitalertragsteuer nachempfundene Abgeltungssteuer in Höhe von 25 % einbehalten. Dadurch ist künftig die ordnungsgemäße Besteuerung sichergestellt. Also eine Win-Win-Situation für beide Länder. Für Österreich bedeutet das vor allem im steuerlichen Wettbewerb Gleichbehandlung und das ist mir besonders wichtig", erklärte die Finanzministerin weiter.

Neben dem Steuerabkommen wurde auch eine Revision des Doppelbesteuerungsabkommens mit Liechtenstein durchgeführt. Beide Verhandlungen wurden von dem renommierten Sektionschef im Bundesministerium für Finanzen Dr. Wolfgang Nolz geleitet. "Wolfgang Nolz hat mit seinem Team innerhalb kurzer Zeit wirklich Unglaubliches geleistet und ein Abkommen auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen kann", dankte Fekter ihrem Kollegen.

"Das Abkommen wird mit 1. Jänner 2014 in Kraft treten. Wir ziehen damit einen Schlussstrich unter die Steuervergangenheit und gehen in eine steuerehrliche Zukunft", erläuterte Nolz.

"Beide Maßnahmen sind ein schöner Erfolg für uns und bringen uns zusätzliches Geld für das Budget ein. So können wir Österreich weiter stärken und unseren Konsolidierungspfad in Richtung Null-Defizit konsequent weiter gehen", schloss Finanzministerin Fekter.

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