GPA-djp-Jugend: Schluss mit der Benachteiligung der Zivildiener!

Zivildienst auf sechs Monate analog zum Wehrdienst verkürzen und endlich fair entlohnen

Wien (OTS/ÖGB) - "Nach dem Ergebnis der Volksbefragung herrscht Einigkeit darüber, dass der Grundwehrdienst reformiert werden muss, außerdem ist von allen Seiten zu hören, wie wichtig die Leistung der Zivildiener ist. Es liegt also auf der Hand, mit dem Grundwehrdienst auch den Zivildienst zu reformieren", fordert der Jugendvorsitzende in der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Florian Hohenauer: "Ein wichtiger Schritt wäre die Verkürzung des Zivildiensts auf sechs Monate. Es gibt keinen Grund dafür, dass junge Männer, die den Dienst an der Waffe ablehnen, zur Strafe dafür drei Monate mehr ihrer Zeit für den Dienst an der Gesellschaft opfern müssen. Eine Gleichstellung ist das Gebot der Stunde, der Zivildienst muss analog zum Wehrdienst auf sechs Monate verkürzt werden."

Es sei auch nicht einzusehen, dass Zivildiener für ihre wertvolle Arbeit, aus der die Gesellschaft großen Nutzen ziehe, mit 310 Euro und 40 Cent monatlich abgespeist werden, ergänzt Bundesjugendsekretär Helmut Gotthartsleitner: "Wir fordern eine ordentliche finanzielle Abgeltung der Arbeit der Zivildiener. Adäquat wäre die Entlohnung entsprechend Pflege- und Betreuungsarbeiten, wie Zivildiener sie größtenteils leisten, z. B. auf Basis der Einstiegsstufe des Kollektivvertrages in der österreichischen Sozialwirtschaft, die derzeit bei 1.386,10 Euro liegt."

Außerdem spricht sich die GPA-djp Jugend dafür aus, den Einsatz als Zivildiener auch für schulische und universitäre Ausbildungen anzurechnen, so Gotthartsleitner weiter: "Viele der Zivildiener machen genau das, was ihre Schul- und StudienkollegInnen in teilweise kürzeren Praktika machen, die sie im Rahmen ihrer Ausbildung vorgeschrieben bekommen."

Zivildiener werden also derzeit nicht nur bei der Dauer der Zivildienstleistung, sondern nicht mehr akzeptierbar finanziell benachteiligt, daher fordern Hohenauer und Gotthartsleitner eine Reform, die diesen Namen auch verdient: "Den Lippenkenntnissen aus allen politischen Lagern nach dem Ergebnis der Volksbefragung müssen Taten folgen."

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