- 24.01.2013, 10:27:29
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GPA-djp-Jugend: Schluss mit der Benachteiligung der Zivildiener!
Zivildienst auf sechs Monate analog zum Wehrdienst verkürzen und endlich fair entlohnen
Utl.: Zivildienst auf sechs Monate analog zum Wehrdienst verkürzen
und endlich fair entlohnen =
Wien (OTS/ÖGB) - "Nach dem Ergebnis der Volksbefragung herrscht
Einigkeit darüber, dass der Grundwehrdienst reformiert werden muss,
außerdem ist von allen Seiten zu hören, wie wichtig die Leistung der
Zivildiener ist. Es liegt also auf der Hand, mit dem Grundwehrdienst
auch den Zivildienst zu reformieren", fordert der Jugendvorsitzende
in der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus,
Papier (GPA-djp), Florian Hohenauer: "Ein wichtiger Schritt wäre die
Verkürzung des Zivildiensts auf sechs Monate. Es gibt keinen Grund
dafür, dass junge Männer, die den Dienst an der Waffe ablehnen, zur
Strafe dafür drei Monate mehr ihrer Zeit für den Dienst an der
Gesellschaft opfern müssen. Eine Gleichstellung ist das Gebot der
Stunde, der Zivildienst muss analog zum Wehrdienst auf sechs Monate
verkürzt werden."
Es sei auch nicht einzusehen, dass Zivildiener für ihre wertvolle
Arbeit, aus der die Gesellschaft großen Nutzen ziehe, mit 310 Euro
und 40 Cent monatlich abgespeist werden, ergänzt Bundesjugendsekretär
Helmut Gotthartsleitner: "Wir fordern eine ordentliche finanzielle
Abgeltung der Arbeit der Zivildiener. Adäquat wäre die Entlohnung
entsprechend Pflege- und Betreuungsarbeiten, wie Zivildiener sie
größtenteils leisten, z. B. auf Basis der Einstiegsstufe des
Kollektivvertrages in der österreichischen Sozialwirtschaft, die
derzeit bei 1.386,10 Euro liegt."
Außerdem spricht sich die GPA-djp Jugend dafür aus, den Einsatz als
Zivildiener auch für schulische und universitäre Ausbildungen
anzurechnen, so Gotthartsleitner weiter: "Viele der Zivildiener
machen genau das, was ihre Schul- und StudienkollegInnen in teilweise
kürzeren Praktika machen, die sie im Rahmen ihrer Ausbildung
vorgeschrieben bekommen."
Zivildiener werden also derzeit nicht nur bei der Dauer der
Zivildienstleistung, sondern nicht mehr akzeptierbar finanziell
benachteiligt, daher fordern Hohenauer und Gotthartsleitner eine
Reform, die diesen Namen auch verdient: "Den Lippenkenntnissen aus
allen politischen Lagern nach dem Ergebnis der Volksbefragung müssen
Taten folgen."
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