• 23.01.2013, 12:00:17
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SOS-Kinderdorf in Somalia & Mali: Kinderwelten zwischen Hoffen und Bangen!

Kinder und Familien nach eineinhalb Jahren Evakuierung wieder ins SOS-Kinderdorf Mogadischu zurückgekehrt, dagegen bleibt Lage für SOS-Kinderdorf in Mali angespannt.

Nach mehr als eineinhalb Jahren Evakuierung sind
die SOS-Kinderdorf-Familien endlich wieder in ihr Zuhause ins
SOS-Kinderdorf Mogadischu zurückgekehrt und blicken nun wieder
hoffnungsvoll in die Zukunft.

Utl.: Kinder und Familien nach eineinhalb Jahren Evakuierung wieder
ins SOS-Kinderdorf Mogadischu zurückgekehrt, dagegen bleibt
Lage für SOS-Kinderdorf in Mali angespannt. =

Mogadischu/Mopti/Innsbruck (OTS) - Kinder, Mütter und
MitarbeiterInnen des SOS-Kinderdorfs Mogadischu haben harte Zeiten
hinter sich. Durch die blutigen Kämpfe in allen Stadtvierteln geriet
das SOS-Kinderdorf 2011 immer wieder zwischen die Fronten, mit
massiven Schäden an Gebäuden, aber auch Verletzten und Toten. 2007
starb eine Familienhelferin nach schweren Bombardements. Grund genug,
das SOS-Kinderdorf bereits zum vierten Mal in kurzer Zeit zu
evakuieren. Die ersten Monate lebten die SOS-Familien in Garasballey,
einem circa 20 Kilometer von Mogadischu entfernten Vorort. Als
somalische Regierungstruppen und Einheiten der Afrikanischen Union
(AU) im Februar 2012 die Offensive gegen die Al Shabaab-Miliz
starteten, wurde der Fluchtort zum Kriegsgebiet. SOS-Kinderdorf
evakuierte die Familien wieder zurück in die Stadt, wo sie bis
Dezember 2012 in angemieteten Häusern Zuflucht fanden. Verletzt wurde
in dieser Zeit glücklicherweise niemand.

Zehn SOS-Familien wieder im Dorf, alle Kinder in der Schule,
SOS-Klinik in Betrieb

Erst als die Regierungstruppen im Oktober 2012 die Shabaab-Miliz
aus dem umkämpften Stadtteil rund um das SOS-Kinderdorf vertrieben
hatten, konnte der Wiederaufbau starten. Zehn Familienhäuser und das
Jugendwohnheim wurden neu instand gesetzt. Parallel dazu nahm auch
die SOS-Klinik ihren Betrieb wieder auf. "Zusammen mit den
SOS-Kinderdorf-Müttern und Kindern beschlossen wir im Dezember,
nachhause zurückzukehren, so können die Kinder nun auch wieder in die
Schule gehen", freut sich Ahmed Mohamed Ibrahim, Leiter von
SOS-Kinderdorf in Somalia über die Rückkehr. "Wir glauben fest daran,
dass unsere Mitarbeiter und Familien jetzt sicher sind. Hoffnung und
der Wunsch nach Frieden und Stabilität ist in Mogadischu heute größer
denn je. Die Regierung hat außerdem versprochen, das SOS-Kinderdorf
zu beschützen", blickt der SOS-Kinderdorf-Direktor hoffnungsvoll in
die Zukunft.

Angespannte Lage für Kinder und Mütter in Mali

In Mali gibt es drei SOS-Kinderdörfer, drei Kindergärten, sechs
SOS-Sozialzentren und eine Jugendeinrichtung. Das SOS-Kinderdorf
Socoura, wenige Kilometer von Mopti entfernt, kam öfters in
bedrohliche Nähe kriegerischer Auseinandersetzungen. Wegen der immer
wieder aufflammenden Kämpfe der Rebellen wurden die 14
SOS-Kinderdorf-Familien schon im April 2012 evakuiert und in die
beiden anderen SOS-Kinderdörfer weiter im Südwesten gebracht. Schule
und Kindergarten blieben offen. Laut Ibrahima Bane, Leiter von
SOS-Kinderdorf in Mali, sind zwar alle wohlauf, aber Angst und
Unsicherheit seien allgegenwärtig. Dazu die Stimmen zweier
Jugendlicher, die derzeit im SOS-Kinderdorf Kita leben.

Amina: "Dieser Krieg macht mich traurig. Viele Menschen sterben
für nichts. Ich habe nur mehr meine Großmutter, sie lebt in Konna,
ich habe keine Nachricht von ihr. Ich mache mir große Sorgen! Wir
haben in Radio und Fernsehen gehört, dass in Konna Kämpfe stattfanden
mit zahlreichen Toten."

Mohamed: "Wir sprechen oft über die Kinder, die ihre Eltern bei
diesem Krieg verlieren - und das macht mich traurig! Es sind auch so
viele Menschen auf der Flucht. So wie wir haben sie ihr Zuhause
verloren und werden nun zu Flüchtlingen im eigenen Land. Ich bete,
dass das bald aufhört!"

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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