- 21.01.2013, 12:12:20
- /
- OTS0100 OTW0100
LH Dörfler: "Die Menschen wissen, was sie am Bundesheer haben"
Kärntner Landeshauptmann fordert Rücktritt von Verteidigungsminister Darabos, Grundausbildungsreform sowie mehr Einkommen für Grundwehr- und Zivildiener
Utl.: Kärntner Landeshauptmann fordert Rücktritt von
Verteidigungsminister Darabos, Grundausbildungsreform sowie
mehr Einkommen für Grundwehr- und Zivildiener =
Klagenfurt (OTS/LPD) - "Die Österreicherinnen und Österreicher haben
ein klares Zeichen gesetzt", freute sich heute, Montag,
Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler über das
eindeutige Votum für die Beibehaltung von Wehrpflicht und Zivildienst
bei der gestrigen Volksbefragung. Er forderte im Rahmen einer
Pressekonferenz eine Reform der Grundausbildung, so sollten die
Rekruten u.a. verstärkt in Erster Hilfe und Katastrophenschutz
ausgebildet werden. So könnten "lebenslange Gesellschaftswerte"
entstehen. Dörfler will zudem, dass Grundwehr- und Zivildiener gleich
viel bekommen wie jemand, der Sozialleistungen empfängt, also
monatlich rund 740 Euro. Verteidigungsminister Norbert Darabos, der
ein "flammender Befürworter des Berufsheeres" sei, traue er diese
Reformen nicht zu und fordere daher dessen Rücktritt. "Darabos hat
das Bundesheer sowie die Sozial- und Blaulichtorganisationen lange
verunsichert. Wir brauchen jetzt einen Minister mit Leidenschaft für
das Bundesheer, der den Auftrag der Bürgerinnen und Bürger umsetzt",
so Dörfler.
Der Landeshauptmann betonte, dass er sich immer klar für
Wehrpflicht und Zivildienst als wichtige Säulen der Sicherheit und
des Sozialbereiches ausgesprochen habe. Das klare Ergebnis der
Volksbefragung überrasche ihn nicht, "denn die Menschen wissen, was
sie am Bundesheer haben". Als Beispiel führte Dörfler den Bezirk
Hermagor mit 72,50% für die Wehrpflicht an. Die Menschen hier hätten
nicht vergessen, dass das Bundesheer und die Rekruten bei der
Schneekatastrophe von 2008 Millionenschäden verhindert haben. Als
"Dankeschön der Bevölkerung" für die Hilfe nach den Sturmschäden
durch das Tief "Paula" wertete er die 66,69% im Bezirk Feldkirchen
(83% in der Gemeinde Albeck) und die 64,85% im Bezirk St. Veit.
Das Ergebnis der Volksbefragung zeige auch, dass die Menschen das
Dienen als wichtige gesellschaftliche Aufgabe sehen. Ihnen sei die
Vermittlung von Sozialkompetenzen an junge Menschen wie
Teamfähigkeit, Grüßen oder Pünktlichkeit wichtig. Aus persönlichen
Gesprächen mit Vertretern von Sozial- und Blaulichtorganisationen
wisse er, dass auch diese stark für die Wehrpflicht und eine
Sicherstellung des Zivildienstes gestimmt haben, so Dörfler. Auch die
älteren Menschen würden die Zivildiener sehr schätzen. Wichtig sei
zudem, dass das Bundesheer nunmehr als Faktor für Wirtschaft
(Kasernenstandorte), Sport (Unterstützung bei Großveranstaltungen)
und Kultur (Militärmusik) sichergestellt sei. "Die Zentralisten haben
das Spiel verloren. Es hat sich gezeigt, dass die Föderalisten näher
an den Menschen sind", kommentierte Dörfler das
Volksbefragungsergebnis.
(Schluss)
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NKL






