Die Katholische Jugend Österreich ist empört über das parteipolitische Hick-Hack im Vorfeld der Volksbefragung

Österreichs größte Jugendorganisation anlässlich der Volksbefragung zur Wehrpflicht am 20.01.2013

Wien (OTS) -

Fragestellung: Nicht Genügend

Die Katholische Jugend Österreich (KJÖ) lehnt vor allem die unzureichende Fragestellung und die damit verbundene Vermischung der Themen ab. Die KJ ist zwar grundsätzlich für die Abschaffung der Wehrpflicht, jedoch ist ein Berufsheer keine bessere Alternative. Aus diesem Grund gibt die KJÖ keine explizite Abstimmungsempfehlung ab. Gleichzeitig betont sie die Wichtigkeit das Recht zur Mitbestimmung wahrzunehmen.

Innovatives Denken: Nicht Genügend

Grundsätzlich setzt sich die KJÖ für eine Entmilitarisierung der Gesellschaft ein und bevorzugt gewaltfreie Optionen und deeskalierendes Handeln in der Konfliktlösung. Ein Schritt in diese Richtung kann weder mit der Wehrpflicht noch mit einem Berufsheer einhergehen. Die Fragestellung zeigt ganz klar auf, dass es der österreichischen Politikspitze wenig um innovatives Denken geht. "Statt sich wirklich gewissenhaft mit der Zukunft Österreichs auseinander zu setzen wurde der österreichischen Bevölkerung vor Augen geführt, wie aus einer Volksbefragung ein Vorwahlkampf werden kann", so der Vorsitzende der KJÖ Tobias Hirschmann.

Informationsfluss: Nicht Genügend

Des Weiteren kritisiert die KJÖ den schlechten Informationsfluss von Seiten der Regierungsparteien an die österreichische Bevölkerung. Unzählige Gespräche zeigen, dass sich vor allem junge Menschen unterinformiert fühlen.

Das parteipolitische Hickhack sowie irrwitzige und verwirrende Zahlenspiele führen lediglich dazu, dass immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene das Vertrauen in die Politik verlieren.
"Wie sollen junge Menschen eine gute Entscheidung über die Zukunft des österreichischen Bundesheeres treffen, wenn nicht einmal klar ist, welche seine Aufgaben sind", fragt sich Hirschmann. Solange es keine ausgereifte Sicherheitsstrategie gibt, sollte es auch keine Volksbefragung geben.

Wehrpflicht: Nicht Genügend

Der Zwang den Umgang mit der Waffe erlernen zu müssen (der Zivildienst ist ja lediglich ein Ersatzdienst, der aus Gewissensgründen in Anspruch genommen werden kann), ist einfach nicht mehr zeitgemäß.

Bezahltes Sozialjahr: Nicht Genügend

Die Tatsache, dass dieses Jahr nur im Sozial- und Gesundheitswesen geleistet werden soll verdeutlicht, dass mit diesem Modell versucht wird "Arbeitsplätze ohne Ausbildung" zu lukrieren. Freiwillige, die in diesem Bereich ehrenamtliche Arbeit leisten, werden mit diesem Modell vor den Kopf gestoßen.

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), welches bereits seit 1968 unter der Trägerschaft von Organisationen wie der KJÖ angeboten wird, und andere Jugendfreiwilligendienste im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich setzen neben sozialem Lernen auch auf pädagogische Begleitung.

"Wenn unsere Gesellschaft haben möchte, dass junge Menschen soziale Kompetenzen erwerben, dann hat das Ausnutzen von Jugendlichen keinen Platz", so Hirschmann abschließend.

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Mathilde Kraus
Katholische Jugend Österreich
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