- 18.01.2013, 12:54:02
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Bundeskanzler Faymann: "Für die Freiwilligkeit und gegen den Zwang entscheiden"
Gemeinsame Pressekonferenz zum Thema Berufsheer und Freiwilliges Soziales Jahr mit Verteidigungsminister Darabos und Sozialminister Hundstorfer
Utl.: Gemeinsame Pressekonferenz zum Thema Berufsheer und
Freiwilliges Soziales Jahr mit Verteidigungsminister Darabos
und Sozialminister Hundstorfer =
Wien (OTS) - "Eine Entscheidung für ein Berufsheer und das damit
verbundene Freiwillige Soziale Jahr bietet für alle Österreicherinnen
und Österreicher eine große Chance. Das Land braucht für notwendige
Einsätze - wie etwa beim Katastrophenschutz - Profis. Auch der
Pflegebereich und soziale Dienste brauchen motivierte und fair
bezahlte Fachkräfte", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute,
Freitag, bei der Pressekonferenz im Bundeskanzleramt. "Das Modell mit
Berufsheer und Sozialjahr erspart den jungen Männern sechs
beziehungsweise neun Monate, die sie für Ausbildung und Beruf nützen
können. Außerdem engagieren sich in Österreich tausende Menschen
ehrenamtlich. Aus diesem Grund bin ich davon überzeugt, dass es
keinen Zwang braucht und wir uns am Sonntag für die Freiwilligkeit
und für mehr Profis entscheiden sollten."
Verteidigungsminister Norbert Darabos plädierte für ein modernes
Verteidigungssystem, das in Europa bereits bestens erprobt sei. "Die
Wehrpflicht ist ein überalterter Zwangsdienst. Die heutigen Aufgaben
des Bundesheeres und globale Bedrohungsszenarien wie Cyberangriffe
erfordern Spezialistinnen und Spezialisten. Österreich ist bereit für
Freiwilligkeit und echte Solidarität." Die Notwendigkeit für
Massenheere und verpflichtende Einbeziehung junger Männer sei nicht
mehr gegeben. "Am Sonntag geht es nicht nur um eine
Richtungsentscheidung für das Bundesheer, sondern um die Zukunft
Österreichs", so der Verteidigungsminister.
Als Alternative für den Zivildienst sieht das Modell das Freiwillige
Soziale Jahr vor: "Die Ausbildung im Pflege- und Gesundheitsbereich,
die allen ab dem 18. Lebensjahr offen stehen wird, ist eine fundierte
Ausbildung für den weiteren Lebensweg. Das muss uns auch etwas wert
sein und zwar eine ordentliche Bezahlung in einem ordentlichen
Dienstverhältnis und nicht nur ein Taschengeld", sagte Sozialminister
Rudolf Hundstorfer. "Jedes Jahr gibt es über 90.000 Personen, die in
diesem Bereich beruflich neu einsteigen. Ich bin überzeugt, dass wir
daraus ohne Weiteres die erforderlichen 8.000 Menschen für das
Freiwillige Soziale Jahr finden werden", so Hundstorfer.
Der Bundeskanzler betonte die Wichtigkeit, am Sonntag an der
Befragung teilzunehmen und von diesem Instrument der direkten
Demokratie Gebrauch zu machen. "Ich möchte die Bürgerinnen und Bürger
bitten, zu dieser Frage Stellung zu nehmen. Das Ergebnis hat auf alle
Fälle Gültigkeit und ist zur Kenntnis zu nehmen. Das, wofür sich die
Mehrheit der Bevölkerung am Sonntag entscheidet, wird umgesetzt",
sagte der Bundeskanzler abschließend.
Fotos von der Pressekonferenz sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at,
kostenfrei abrufbar.
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