Neues Volksblatt: "Abschreckung" von Markus EBERT

Ausgabe vom 18. Jänner 2013

Linz (OTS) - Wenn die politische Auseinandersetzung zur Wehrpflicht-Volksbefragung ein Vorgeschmack auf den Nationalratswahlkampf war, dann werden die Hackl'n ziemlich tief fliegen. Nicht nur die Nazi-Zwangsdienst-Analogie von SPÖ-Landeschef Josef Ackerl war so ein Tiefpunkt; auch die persönlichen Angriffe von SPÖ-Seite auf ÖVP-Vertreter, die aus verschiedenen Gründen den Wehr-oder Zivildienst nicht absolviert haben, belegen eine offenbar nach unten offene Skala der Niveaulosigkeit.
Das vermeintliche "Scherzerl" von Sozialminister Rudolf Hundstorfer, man möge Oma und Opa vom Urnengang abhalten, damit sie nicht für die Wehrpflicht stimmen, passt ebenso nahtlos in die Liste der überflüssigen Statements wie der seltsame Slalom der SPÖ-Frauen. Auf der einen Seite wird vor der bösen ÖVP gewarnt, die eine Wehrpflicht für die Frauen wolle (was nie jemand gefordert hat), zum andern sieht man im Berufsheer eine Chance für Frauen beim Bundesheer. Dass die SPÖ (wieder einmal in Person von Landeschef Ackerl) dann auch noch die Rot-Kreuz-Spitze ins parteipolitische Schlammcatchen hineinzieht, ist ohnehin letztklassig. (Aber das parteipolitische Instrumentalisieren kennt man bei der SPÖ ja schon von der Feuerwehr.)
Drum: Es ist gut, wenn es Sonntag, 20. Jänner, 17 Uhr, ist. Dann ist die Zeit der argumentativen Abschreckung vorbei, der Wähler hat gesprochen - und er ist der einzige, der Recht hat.

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