- 17.01.2013, 12:27:40
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AMA-Marketing: Steigerung im Export trotz schwierigem Umfeld
Heimische Lebensmittel stehen für Natürlichkeit

Utl.: Heimische Lebensmittel stehen für Natürlichkeit =
Berlin (OTS) - Das Jahr 2012 war geprägt von einem wirtschaftlich
anspruchsvollen Umfeld. Trotzdem ist es der heimischen Agrar- und
Lebensmittelbranche gelungen, ihre Exporte moderat zu steigern. Erste
Schätzungen gehen von einem Exportwert von weltweit EUR 9 Mrd. aus,
das entspricht einer Steigerung von 3%. Rund ein Drittel der Exporte
gehen zu unseren deutschen Nachbarn.
Außenhandelsbilanz weiter verbessert
Exporten in Höhe von zirka EUR 9 Mrd. standen Importe von rund EUR
9,8 Mrd. gegenüber. Die Außenhandelsbilanz wird damit etwa auf
Vorjahresniveau liegen. Der Wert der Agrar- und Lebensmittelexporte
stieg im Vorjahr um etwa 3%, die Menge um 3,3%. Noch nie passierten
solch hohe Mengen die Grenzen wie im vergangenen Jahr, nämlich 8,3
Mio. t. Im Gegenzug wurden 7,6 Mio. t Waren importiert (-6%) - das
heißt mehr Lebensmittel aus- als eingeführt.
Wichtigste Handelspartner: Deutschland und Italien
Rund ein Drittel der weltweiten agrarischen Exporte geht zu
unseren deutschen Nachbarn. Damit ist die Bundesrepublik mit
Agrarexporten im Wert von erstmals mehr als EUR 3 Mrd. wichtigster
Handelspartner Österreichs. Italien steht mit EUR 1,2 Mrd. an zweiter
Stelle der Export-Länder.
Einen wichtigen Faktor im österreichischen Außenhandel bilden die
jungen EU-12-Länder. Die Dynamik der Exporte überflügelte schon vor
vielen Jahren jene der Ausfuhren in die "alten" EU-15, wenngleich die
wirtschaftliche Anspannung des letzten Jahres in diesen Ländern
besonders zu spüren war. Dem bisherigen Spitzenreiter Ungarn, aber
auch Slowenien und Tschechien auf den Plätzen zwei und drei, fehlte
die Kaufkraft für österreichische Lebensmittel.
Hervorragend entwickelt haben sich hingegen die Warenströme in die
USA, bei den agrarischen Produkten vor allem bei Käse. Der
Titelverteidiger im Ranking der anderen Länder legt um rund ein
Fünftel zu. Ebenso erfreulich zeigen sich die Zahlen im Export mit
der Schweiz, den Niederlanden oder dem Feinschmeckerland Frankreich.
Ein Drittel der gesamten Exporte geht nach Deutschland
Auch auf dem deutschen Markt konnte die rot-weiß-rote
Agrarwirtschaft mit 2,4% eine leichte Steigerung fortschreiben.
Insgesamt gingen Waren im Wert von zirka EUR 3 Mrd. ins große
Nachbarland. Die exportierte Menge stieg um 2,1% auf 2,6 Mio. t und
stand damit sinkenden Importmengen gegenüber. Wichtigste agrarische
Umsatzbringer sind seit vielen Jahren Milch und Milchprodukte sowie
Fleischzubereitungen wie Wurst, Schinken und Speck. Die Ausfuhr von
Rindfleisch, aber auch von Geflügel entwickelt sich in den letzten
Jahren sehr erfreulich. Frisches ebenso wie veredeltes Obst und
Gemüse verbuchen rund ein Viertel der Exporte auf ihr Konto.
Käse ist Exportschlager
Käse in all seiner Vielfalt ist im Außenhandel mit Deutschland der
unangefochtene Exportschlager. 2012 wurden 53.769 t im Wert von EUR
239 Mio. exportiert. Das entspricht einer über dem Durchschnitt
liegenden Steigerung von 2,7%.
Rindfleisch und Fleischzubereitungen im Dauerhoch
Seit Jahren entwickelt sich der Export von Rindfleisch in Richtung
Deutschland äußerst positiv. Im Jahr 2012 lag die Steigerungsrate
sogar bei 17%. Damit wurden in die Bundesrepublik 32.464 t heimisches
Rindfleisch importiert.
Großer Hunger auf heimische Wurst, Schinken und Speck
Absoluter rot-weiß-roter Exportschlager sind Fleischzubereitungen
wie Wurst, Schinken und Speck. Mehr als zwei Drittel der gesamten
Ausfuhren in diesem Segment gehen nach Deutschland, und dieser
Bereich legt auf hohem Niveau sogar noch stetig zu. Die Ausfuhren
brachten im Jahr 2012 einen absoluten Rekord von 56.777 t, was etwa
EUR 243 Mio. (+7%) entspricht.
Gusto auf heimisches Obst
Einen wesentlichen Teil am Handel mit Deutschland kann frisches
Obst verbuchen. Auch dieses Segment entwickelt sich seit Jahren
hinweg konstant und überstieg im Jahr 2012 erstmals die EUR 100
Mio.-Grenze. Einen Großteil daran trägt der heimische Apfel mit rund
27% bei.
Österreichische Lebensmittel haben hervorragendes Image
Entscheidende Basis für diese kontinuierliche Entwicklung im
Export ist die zugrundeliegende Qualität, die ein hohes Vertrauen in
die heimischen Lebensmittel rechtfertigt. Dies wurde erst kürzlich
durch eine Umfrage der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG)
bestätigt, bei der 1.350 deutsche Haushalte befragt wurden.
Österreichs Lebensmittelbranche geht dabei als eindeutiger
Spitzenreiter innerhalb der EU-Länder hervor.
Franz Stefan Hautzinger, Aufsichtsratsvorsitzender der
AMA-Marketing, erklärt das eindeutige Unterscheidungsmerkmal
heimischer Lebensmittel: "Österreich steht für Natürlichkeit und
Genuss mit langer Tradition. Zusätzlich ist das heimische Angebot
durch hervorragende Qualität und strenge Kontrolle hinterlegt. Das
schafft Vertrauen sowohl bei den Konsumenten als auch bei den
Marktpartnern."
Darin sieht Michael Blass, seit 01.01.2013 neuer Geschäftsführer
der AMA-Marketing, auch die Herausforderung in wirtschaftlich
anspruchsvollen Zeiten. "Der Inlandsmarkt ist ein wichtiges
Standbein. Trotzdem brauchen wir einen gesunden Mix aus Inlandsmarkt
und Export. Und die Vergangenheit zeigt uns, dass gerade hoch
veredelte Produkte auf höchster Wertschöpfungsstufe auch im Ausland
besonders stark gefragt sind", definiert Blass die Positionierung des
Agrarmarketings.
(Schluss)
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