UMWELT + BAUEN: Konjunkturimpuls durch Sanierungsförderung

Muchitsch: "Frühbucherbonus" schafft zusätzliche Arbeitsplätze

Wien (OTS/ÖGB) - Nach Kritik und Lob für den Bundessanierungsscheck 2013 zeigt sich die Nachhaltigkeitsinitiative UMWELT + BAUEN nicht unzufrieden über die Neuerungen, welche von den Ministern Mitterlehner und Berlakovich präsentiert wurden. Die Förderung bedeutet einen deutlichen Konjunkturimpuls. Wermutstropfen ist der Umgang mit dem mehrgeschossigen Wohnbau. ++++

Gewerkschaft Bau-Holz-Chef (GBH) Josef Muchitsch: "Der Konjunkturbonus als 'Frühbucherbonus' ist für uns deshalb so wichtig, weil wir im Frühjahr über 80.000 arbeitslose Bau-Holz Arbeiter haben werden, mehr als im Krisenjahr 2009. Mit dem Bonus könnte die Konjunktur über die Sanierung früher angekurbelt werden. Wichtig wäre aber noch, dass es zukünftig einen leichteren Zugang für den mehrgeschossigen Wohnbau gibt. Dazu sind jedoch Änderungen im Wohn-und Mietrecht notwendig."

Ing. Hans-Werner Frömmel, Bundesinnungsmeister BAU, hofft ebenfalls auf einen starken Konjunkturimpuls für den Bau und baunahe Bereiche:
"Welche positive Auswirkung die Fördermaßnahme für die Wirtschaft und Umwelt hat, zeigen die Zahlen aus 2012. Mit dem Konjunkturbonus wurde der Forderung der Bauwirtschaft nach einer Anhebung der Anreize nun Rechnung getragen. Wir müssen in den nächsten Jahren alles daran setzen, die Sanierungsrate zu erhöhen. Die Bereitschaft der österreichischen Bevölkerung, in die thermische Sanierung zu investieren, ist nach wie vor vorhanden."

Die Vereinfachung und Entbürokratisierung der Sanierungsförderung sieht auch Mag. Robert Schmid, stv. Obmann des Fachverbandes Steine-Keramik, als wichtige Verbesserung: "Der Fachverband der Stein- und keramischen Industrie begrüßt die erneute Offensive von Wirtschaftsminister Mitterlehner und Umweltminister Berlakovich zur thermischen Sanierung. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass eine Anpassung und Ausweitung der Förderbedingungen notwendig wurde. Die neuen Förderrichtlinien weisen einerseits deutliche Vereinfachungen im Antragsverfahren auf, andererseits wurde auf die derzeitige Konjunktur Rücksicht genommen und eine Zusatzförderung bis Jahresmitte verankert. Der steten Forderung des Fachverbandes Steine-Keramik nach Vereinfachung des Antragsverfahrens wurde damit Rechnung getragen. Wir sind auf einem guten Weg, dass der Sanierungsscheck wieder das wird, was er ursprünglich war, nämlich ein Erfolgsmodell."

Auch Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000, bekräftigt, dass nunmehr die Länder in die Pflicht genommen werden müssen: "Die Entscheidung, dass die letztes Jahr übrig gebliebenen Mittel heuer offensiv für Klimaschutz ausgegeben werden sollen, ist absolut richtig. So kann ein wichtiger Impuls für thermische Sanierung gesetzt werden. Der Sanierungsscheck soll aber eingebettet in eine Gesamtstrategie funktionieren. Dafür braucht es ein koordiniertes Vorgehen zwischen Bund und Ländern und dabei darf auch die neuerliche Zweckbindung der Wohnbauförderung kein Tabu mehr sein.", fordert er.

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