- 15.01.2013, 12:55:42
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FPÖ-Karlsböck: Gesundheitsreform ist Belastungspaket für Patienten
Wien (OTS) - "Die heute im Ministerrat beschlossene Gesundheitsreform
ist ein eiskaltes Belastungspaket für Patienten und ein orwellsches
Überwachungspaket für Ärzte", sagte der freiheitlich Ärztesprecher
NAbg. Dr. Andreas Karlsböck. Nicht nur, dass die medizinische
Versorgung bei gleichzeitig abnehmenden Leistungen teurer werde, habe
Stöger auch die niedergelassenen Ärzte ihrer Autonomie weitgehend
beraubt, so Karlsböck.
Abgesehen von der massiven Verteuerung der Rezeptgebühr, die nun
bereits zu einer Krankenstrafsteuer geworden sei, sei durch die
massive Beschränkung der Budgets keine medizinische
Spitzen-Versorgung mehr gewährleistet, kritisierte Karlsböck. "In
Zukunft bekommen die Patienten nicht mehr die für sie beste
Behandlung, sondern die für das Budget billigste Versorgung", zeigte
Karlsböck den zutiefst unsozialen Ansatz der sogenannten "Reform" des
SPÖ-Ministers auf. "Hätte ein freiheitlicher Gesundheitsminister eine
derartige 'Reform' verordnet, wäre Stöger der erste gewesen der mit
den empörten Gewerkschaftermassen dagegen demonstriert hätte", ist
sich Karlsböck sicher.
Besonders perfid sei die Einführung von "Politkommissaren" für
niedergelassene Ärzte, die von Stöger liebevoll
"Zielsteuerungskommissionen" genannt werden, sagte Karlsböck. Damit
beschneide man massiv die Entscheidungsfreiheit der niedergelassenen
Ärzte und habe gleichzeitig ein Instrument zur Hand um unliebsame
oder kritische Ärzte mundtot macht, warnte Karlsböck vor der
Verstaatlichung der Gesundheitsversorgung, die noch keinem
Gesundheitssystem gut getan habe. .
Eine echte Reform hätte mit einer Zusammenlegung der Krankenkassen
beginnen müssen, was freilich unter Kassen-Lobbyist Stöger undenkbar
sei, sagte Karlsböck, der sicher ist, dass das zwar die schlechteste
aber nicht die letzte Gesundheitsreform war.
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