ÖGB-Oberhauser: Investitionen in Ganztagsschulen rechnen sich mehrfach

Bessere Bildung, weniger Nachhilfekosten, mehr Arbeitsplätze, mehr Steuereinnahmen

Wien (OTS/ÖGB) - "Mit dem laufenden Ausbau der Ganztagsschulen ist die Bildungspolitik auf dem richtigen Weg. Ganztägige Schulformen sind die beste Lösung, sie fördern Kinder bestmöglich, deren Eltern sich keine Nachhilfe leisten können, und sie ermöglichen Frauen, einer Vollzeit-Erwerbstätigkeit nachzugehen", sagt ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser zu den Ergebnissen des Nationalen Bildungsberichts, der sich klar für den Ausbau der verschränkten Form der Ganztagsschule ausspricht. Interessant es Detail: Dort, wo die Umsetzung gescheitert ist, liegt das nicht an der Blockadehaltung der Lehrer.

Weniger Nachhilfe dank Ganztagsschule und Neuer Mittelschule

"Derzeit hängt der Schulerfolg leider viel zu sehr davon ab, ob sich die Eltern teure Nachhilfe leisten können. Eine Lösung dafür sind die Ganztagsschulen, denn dort sind die SchülerInnen nicht auf Eltern oder privat bezahlte LehrerInnen angewiesen, die ihnen am Nachmittag die Hausübung erklären können", sagt Oberhauser. Dass die Kosten für Nachhilfe explodieren und für viele Familien einfach nicht mehr leistbar sind, wird auch durch eine AK-Ifes-Studie belegt: Im vergangenen Jahr zahlte eine Familie für die Nachhilfe ihres Kindes bzw. ihrer Kinder während der Sommerferien im Schnitt 442 Euro, um neun Prozent mehr als im Jahr 2011 (407 Euro).

Oberhauser erinnert, dass auch die Einführung der Neuen Mittelschule die Eltern entlastet hat: Laut einer weiteren Ifes-Befragung waren nur 12 Prozent der Eltern mit Kindern in Neuen Mittelschulen auf Nachhilfe angewiesen. Über alle Schulformen hinweg sind es hingegen 21 Prozent.

Ganztagsschulen erhöhen Erwerbsbeteiligung und bringen Steuereinnahmen

"Mehrkosten für Bildung muss man als Investitionen betrachten, die sich rentieren", sagt Oberhauser. Investitionen in Bildung rechnen sich langfristig auch für den Staat. Erst entstehen Arbeitsplätze in der Baubranche, wenn Schulen für den Ganztagesbetrieb adaptiert werden, dann direkt an den Schulen; und schließlich werden durch ganztägige Betreuung vor allem Frauen entlastet, und sie können ihre Qualifikationen am Arbeitsmarkt einsetzen. Dadurch steigen die Steuereinnahmen und die Sozialversicherungsbeiträge - Bildung rechnet sich also mehrfach", sagt Oberhauser.

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