Zivildienst für Frauen statt Bezahlung nach Kollektivvertrag ist Lohndumping

ÖGB-Ruprecht fordert Investitionen in Pflege und Betreuung

Wien (OTS/ÖGB) - "Frauen als freiwillige Zivildienerinnen - das bedeutet, dass sie zum Beispiel die gleiche Pflegetätigkeit machen würden wie schon jetzt, aber noch viel niedriger bezahlt werden. Zivildienst statt Bezahlung nach Kollektivvertrag ist Lohndumping", sagt ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende Brigitte Ruprecht anlässlich der Ankündigung von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, den Zivildienst für Frauen künftig öffnen zu wollen. "Frauen, die im Gesundheits- und Pflegebereich arbeiten möchten, müssen auf Basis von bestehenden Kollektivverträgen bezahlt werden, und nicht nur ein kleines Taschengeld erhalten." Durch die Öffnung des Zivildienstes würden noch mehr Frauen in den klassischen Frauenbereich Pflege gelockt, und dadurch würde die Einkommensschere weiter auseinandergehen .++++

"Mit dem freiwilligen Sozialen Jahr, dass natürlich auch Frauen offenstehen wird, wären hingegen alle jungen Menschen sozialrechtlich abgesichert. Die Entlohnung auf Basis von bestehenden Kollektivverträgen und geltendem Arbeitsrecht ist ein wichtiger Fortschritt gegenüber dem Zivildienst", so Ruprecht. Auch würden im Sozial-, Gesundheits- und Pflegebereich künftig dringend motivierte und gut ausgebildete Fachkräfte gebraucht. "Die Politik sollte hier investieren statt neue Wege für die Ausbeutung von Frauen eröffnen."

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