- 09.01.2013, 11:53:10
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Zivildienst für Frauen statt Bezahlung nach Kollektivvertrag ist Lohndumping
ÖGB-Ruprecht fordert Investitionen in Pflege und Betreuung
Utl.: ÖGB-Ruprecht fordert Investitionen in Pflege und Betreuung =
Wien (OTS/ÖGB) - "Frauen als freiwillige Zivildienerinnen - das
bedeutet, dass sie zum Beispiel die gleiche Pflegetätigkeit machen
würden wie schon jetzt, aber noch viel niedriger bezahlt werden.
Zivildienst statt Bezahlung nach Kollektivvertrag ist Lohndumping",
sagt ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende Brigitte Ruprecht anlässlich der
Ankündigung von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, den Zivildienst
für Frauen künftig öffnen zu wollen. "Frauen, die im Gesundheits- und
Pflegebereich arbeiten möchten, müssen auf Basis von bestehenden
Kollektivverträgen bezahlt werden, und nicht nur ein kleines
Taschengeld erhalten." Durch die Öffnung des Zivildienstes würden
noch mehr Frauen in den klassischen Frauenbereich Pflege gelockt, und
dadurch würde die Einkommensschere weiter auseinandergehen .++++
"Mit dem freiwilligen Sozialen Jahr, dass natürlich auch Frauen
offenstehen wird, wären hingegen alle jungen Menschen sozialrechtlich
abgesichert. Die Entlohnung auf Basis von bestehenden
Kollektivverträgen und geltendem Arbeitsrecht ist ein wichtiger
Fortschritt gegenüber dem Zivildienst", so Ruprecht. Auch würden im
Sozial-, Gesundheits- und Pflegebereich künftig dringend motivierte
und gut ausgebildete Fachkräfte gebraucht. "Die Politik sollte hier
investieren statt neue Wege für die Ausbeutung von Frauen eröffnen."
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