LH Dörfler bei slowenischem Premierminister Jansa

Startschuss für neue Gemeinsamkeit - Zusammenarbeit soll intensiviert werden

Klagenfurt (OTS/LPD) - "Man kann von einem historischen Treffen sprechen", meinte Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler gestern, Dienstag, nach dem ersten offiziellen Arbeitsgespräch mit dem slowenischen Ministerpräsident Janez Jansa in Laibach. Daran teilgenommen hat auch die Vizepremierministerin und Ministerin für Auslandsslowenen, Ljudmila Novak. Die beiden Regierungschefs besprachen viele Zukunftsthemen, wobei eine gute Chemie zu spüren war.

Übereinstimmend wurde festgehalten, dass in Kärnten eine neue Qualität des Miteinanders zwischen slowenischer Volksgruppe und Mehrheitsbevölkerung herrsche. Dieser Umstand sei der positiven Politik Dörflers zuzuschreiben, so Jansa. Er dankte dem Landeshauptmann, der sich nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten für die Volksgruppe eingesetzt habe. Nun seien die Voraussetzungen geschaffen, dass eine harmonische Nachbarschaftspolitik entwickelt und gelebt werden könne, meinte der Ministerpräsident. Der Landeshauptmann meinte, dass vor Lösung der Ortstafelfrage wohl auch solch ein erfolgreiches Arbeitsgespräch kaum zustande gekommen wäre.

Weiters besprochen wurden Themen aus den Bereichen Infrastruktur, Wirtschaft, Sport und Zusammenarbeit. Man war sich einig, dass der Bau der zweiten Vollröhre des Karawankentunnels, aber auch die geplante Verkehrsachse Cilli-Bleiburg-Griffen als Autobahnanbindung wichtige kurzfristige Infrastrukturziele seien. An der kürzlich zwischen Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und dem Veneto gegründeten Euregio "Senza Confini" zeigte Jansa großes Interesse. Er bestätigte Dörflers Ansicht, dass aus wirtschaftlicher aber auch historischer Sicht eine Kooperation der Nachbarregionen von enormer Bedeutung sei.

Vereinbart wurde, dass man gegenseitig mehr über die Möglichkeiten im jeweiligen Wirtschaftsstandort informieren wolle. So sollen in den kommenden Monaten Informationsveranstaltungen für Wirtschaftstreibende in Klagenfurt und Laibach stattfinden. Volksgruppenspezifische Themen wie die slowenische Musikschule und die Bildungseinrichtungen allgemein wurden behandelt und auch die Idee verfolgt, in Laibach einen zweisprachige Kindergartengruppe, in der Slowenisch und Deutsch gesprochen wird, als Pilotprojekt einzurichten.

Als gemeinsame Chance wurde die Bewerbung Planicas für die Nordische Ski-WM 2017, die ja gemeinsam mit Villach ausgerichtet werden soll, betont. Großes Ziel für die Zukunft sei zudem die Dreiländer-Bewerbung für die Alpine Ski-WM. Jansa und Dörfler waren sich einig, dass dieses erste offizielle Treffen als Startschuss für eine intensive Zusammenarbeit verstanden werde.
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