- 09.01.2013, 10:25:39
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LH Dörfler bei slowenischem Premierminister Jansa
Startschuss für neue Gemeinsamkeit - Zusammenarbeit soll intensiviert werden
Utl.: Startschuss für neue Gemeinsamkeit - Zusammenarbeit soll
intensiviert werden =
Klagenfurt (OTS/LPD) - "Man kann von einem historischen Treffen
sprechen", meinte Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler gestern,
Dienstag, nach dem ersten offiziellen Arbeitsgespräch mit dem
slowenischen Ministerpräsident Janez Jansa in Laibach. Daran
teilgenommen hat auch die Vizepremierministerin und Ministerin für
Auslandsslowenen, Ljudmila Novak. Die beiden Regierungschefs
besprachen viele Zukunftsthemen, wobei eine gute Chemie zu spüren
war.
Übereinstimmend wurde festgehalten, dass in Kärnten eine neue
Qualität des Miteinanders zwischen slowenischer Volksgruppe und
Mehrheitsbevölkerung herrsche. Dieser Umstand sei der positiven
Politik Dörflers zuzuschreiben, so Jansa. Er dankte dem
Landeshauptmann, der sich nicht nur mit Worten, sondern auch mit
Taten für die Volksgruppe eingesetzt habe. Nun seien die
Voraussetzungen geschaffen, dass eine harmonische
Nachbarschaftspolitik entwickelt und gelebt werden könne, meinte der
Ministerpräsident. Der Landeshauptmann meinte, dass vor Lösung der
Ortstafelfrage wohl auch solch ein erfolgreiches Arbeitsgespräch kaum
zustande gekommen wäre.
Weiters besprochen wurden Themen aus den Bereichen Infrastruktur,
Wirtschaft, Sport und Zusammenarbeit. Man war sich einig, dass der
Bau der zweiten Vollröhre des Karawankentunnels, aber auch die
geplante Verkehrsachse Cilli-Bleiburg-Griffen als Autobahnanbindung
wichtige kurzfristige Infrastrukturziele seien. An der kürzlich
zwischen Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und dem Veneto gegründeten
Euregio "Senza Confini" zeigte Jansa großes Interesse. Er bestätigte
Dörflers Ansicht, dass aus wirtschaftlicher aber auch historischer
Sicht eine Kooperation der Nachbarregionen von enormer Bedeutung sei.
Vereinbart wurde, dass man gegenseitig mehr über die Möglichkeiten
im jeweiligen Wirtschaftsstandort informieren wolle. So sollen in den
kommenden Monaten Informationsveranstaltungen für
Wirtschaftstreibende in Klagenfurt und Laibach stattfinden.
Volksgruppenspezifische Themen wie die slowenische Musikschule und
die Bildungseinrichtungen allgemein wurden behandelt und auch die
Idee verfolgt, in Laibach einen zweisprachige Kindergartengruppe, in
der Slowenisch und Deutsch gesprochen wird, als Pilotprojekt
einzurichten.
Als gemeinsame Chance wurde die Bewerbung Planicas für die
Nordische Ski-WM 2017, die ja gemeinsam mit Villach ausgerichtet
werden soll, betont. Großes Ziel für die Zukunft sei zudem die
Dreiländer-Bewerbung für die Alpine Ski-WM. Jansa und Dörfler waren
sich einig, dass dieses erste offizielle Treffen als Startschuss für
eine intensive Zusammenarbeit verstanden werde.
(Schluss)
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