Neues Volksblatt: "Ghetto?" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 9. Jänner 2013

Linz (OTS) - SPÖ-Unterrichtsministerin Claudia Schmied ist bös auf ÖVP-Staatssekretär Sebastian Kurz, weil der das Projekt "Deutsch vor dem Schuleintritt" beschleunigen und nicht auf die von der Ministerin geplanten Kommissionen und Gremien warten will.
Diese Dünnhäutigkeit der Ministerin ist absolut nicht angebracht -oder hat sie schon vergessen, dass wir am 20. Jänner nur deshalb über das Bundesheer und den Zivildienst abstimmen müssen, weil sich die SPÖ über alles hinweggesetzt hat, was in der Koalition vereinbart und im Abkommen niedergeschrieben worden ist. Wer im Glashaus sitzt ... Das nur am Rand. Wichtiger als persönliche Befindlichkeiten wäre es, dass die Ministerin in der Sache tätig wird. Denn nicht nur die ÖVP sieht angesichts der vielen Schulkinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse Handlungsbedarf, auch die Wiener Stadtschulratspräsidentin, eine Genossin wie Schmied, sieht das Beherrschen der deutschen Sprache als Voraussetzung für den Schulbesuch.
Man sieht: Der Vorwurf aus dem linken Eck, Sprachklassen zur Vorbereitung der Kinder auf den Regelunterricht seien Ghettoklassen, wird nicht einmal in der SPÖ ernst genommen. Weil sich die Erkenntnis durchsetzt, dass auch die ein Recht auf einen ordentlichen Unterricht haben, die selbigem ohne Probleme folgen können. Dass sich diese Kinder manchmal wie im Ghetto fühlen könnten, interessiert die Linken nicht.

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