GBH: Tausende Kündigungen am Bau nicht notwendig

Jeder fünfte Arbeitslose ist ein Bauarbeiter

Wien (OTS/ÖGB) - Schon im Dezember warnte die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) vor Massenkündigungen in der Bauwirtschaft. Nun haben sich diese Befürchtungen bestätigt. Um 180,1 Prozent ist die Arbeitslosigkeit allein im Bauwesen von November 2012 mit 21.494 auf Dezember mit 60.213 Arbeitslosen angestiegen. ++++

Bau-Holz Chef Josef Muchitsch: "Das Plus von 38.719 arbeitsuchenden Bauarbeitern von November auf Dezember wäre zu verhindern gewesen. Der überwiegende Teil der gekündigten Bauarbeiter hat Alturlaube, welche bei der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK) von Firmen nicht angemeldet wurden. Die Ausreden, dass eine schwache europäische Konjunktur und der vorzeitige Wintereinbruch Hauptgrund sind, lasse ich so nicht alleine gelten. Die Weihnachtsfeiertage hätten mit dem Verbrauch von Alturlauben überbrückt werden und tausende Kündigungen vermieden werden können. Die gekündigten Bauarbeiter müssen nun ihre Familien mit einem täglichen Arbeitslosengeld von 32 Euro ernähren, anstatt zu Recht Urlaub zu konsumieren und Urlaubsgeld zu erhalten."

Die Baugewerkschaft fordert neue effiziente gesetzliche Regelungen für einen verpflichtenden Verbrauch von Alturlauben sowie ein uneingeschränktes Arbeitnehmerrecht auf Urlaubsverbrauch bei Kündigungen durch den Arbeitgeber.

"Der Kurzsichtigkeit von schwarzen Schafen in der Bauwirtschaft, ihre Arbeiter über die Weihnachtsfeiertage zu kündigen, muss entgegen gewirkt werden. Zur Klarstellung: Keine Auflösungsabgabe mit 1. Jänner 2013 für BUAK-Unternehmen und die Rückvergütung des Entgeltes der Weihnachtsfeiertage durch die BUAK stellen eindeutig keine wirtschaftlichen Nachteile für die Baufirmen dar", so Muchitsch abschließend.

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