• 29.12.2012, 13:08:50
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Kärnten: Bilanz in Sachthemen ist sehr herzeigbar

LH Dörfler berichtete über gelungene Projekte in Kärnten im Jahr 2012

Utl.: LH Dörfler berichtete über gelungene Projekte in Kärnten im
Jahr 2012 =

Klagenfurt (OTS/LPD) - Ein Pressefrühstück zum Thema "Kärnten 2012 -
Jahresabschluss und Bilanz" gab es heute, Samstag, im Spiegelsaal der
Landesregierung in Klagenfurt. Parteipolitisch gebe es eine
stürmische Bilanz, er als parteiübergreifender Politiker wolle sich
aber auf Sachthemen beziehen, so Landeshauptmann Gerhard Dörfler.
"Mir geht es um Menschen und Projekte, im Bereich der Sachthemen gibt
es eine sehr herzeigbare Bilanz."

"150 neue Betreuungsplätze wurden für Asylwerber in Kärnten
geschaffen, somit hat Kärnten die Quote erfüllt", berichtete der
Landeshauptmann. Er dankte dem Bürgermeister von Bad Eisenkappel
Franz Smrtnik, der positiv an der Umsetzung mitgewirkt habe und der
neuen Leiterin des Flüchtlingsreferates Barbara Payer für ihre
unaufgeregte Arbeit in diesem Bereich. Es seien hochqualitative
Quartiere und Einrichtungen geschaffen worden, als positive Beispiele
nannte er Görtschach und Lamm.

"Vor etwas mehr als einem Jahr fiel in der Europäischen
Kommission die Entscheidung über das zukünftige Kernnetz der
Europäischen Union, in dem auch die Baltisch-Adriatische Achse
enthalten ist", berichtete Dörfler. Durch die positive Abstimmung im
Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments sei nun der nächste
Schritt in Richtung Europäisches Kernnetz gemacht worden. Die
intensiven Bemühungen Kärntens haben sich ausgezahlt und es zeigt
sich, dass auch ein kleines Bundesland mit großen Zielen in Brüssel
etwas durchsetzen kann", sagte der Landeshauptmann. Kärnten arbeite
bereits seit 2004 intensiv am Projekt Baltisch-Adriatischer Korridor.
"Seither habe ich zahlreiche Gespräche mit Vertretern der
Anrainerstaaten, der Wirtschaft und auch einige Termine in Brüssel
absolviert, Höhepunkt war das Treffen der Regionsvertreter mit dem
EU-Verkehrskommissar Siim Kallas und mit EU-Kommissar Johannes Hahn.
Diese intensive Überzeugungsarbeit hat wesentlich zur Entscheidung
der Kommission, den Baltisch-Adriatischen Korridor an oberste Stelle
zu reihen, beigetragen", erklärte der Landeshauptmann.

Er berichtete weiters über das Projekt Koralmtunnel, wo acht
Kilometer bereits fertig gestellt seien und das letzte Baulos KAT 3
in Ausschreibung stehe. "Die Akzeptanz ist unumstritten, wir haben
durch hohe Umweltbaumaßnahmen erreicht, dass die Menschen das Projekt
mittragen. Bis 2017 würden 1,2 Milliarden Bundesmittel in Kärnten
verbaut sein.

Besonders hingewiesen hat Dörfler auf die Erfolgsgeschichte der
S-Bahn. Das Angebot sei um 310.000 Fahrplankilometer erhöht worden,
dadurch würden täglich rund 60 Verbindungen mehr gefahren. Die
Ticketverkäufe hätten sich im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum
Vorjahr um 9,2 Prozent gesteigert, bei den Wochen- und Monatskarten
gebe es ein Plus von 10,7 Prozent. Dies bedeute bei den Zeitkarten,
dass seit der Einführung des Kärnten Taktes 2009 rund 1.000 Personen
jährlich auf die Bahn umsteigen würden. "Der Vergleich von 2007 zu
2011 brachte ein Plus von 28,2 Prozent und im Zeitkartenbereich sogar
ein Plus von 44,3 Prozent", berichtete der Landeshauptmann.

Dörfler erwähnte die vielen Bemühungen in den letzten zehn Jahren
um Attraktivierung der Bahn, von der Bahnhofsoffensive bis zum
Wagenmaterial. Gerade der Verbund von Bahn, Elektroauto und E-Bike
sei spannend und solle vorangetrieben werden. 34, 5 Millionen Euro
seien beispielsweise für eine neue Betriebsführungszentrale in
Villach ausgegeben worden, zu erwähnen seien auch der Bau der neuen
Draubrücke in Villach und die Investition von rund sieben Millionen
Euro in den Umbau des Bahnhofs Spittal.

Nationale und internationale Experten aus Logistik und Industrie
sowie politische Vertreter aus Süd- und Südosteuropa trafen sich beim
ersten Alpe.Adria.Logistik Kongress in Villach. "Ziel war es, sich
zum Thema 'Zukunftsregion Süd-Ost. Im Fokus der europäischen
Verkehrsachsen' zu vernetzen. "Kärnten liegt im Schnittpunkt zweier
hochrangiger europäischer Hauptverkehrsachsen und hat mit Villach
einen besonderen Knotenpunkt und mit dem Dry-Port Villach Fürnitz als
"Hinterlandhafen" enormes Entwicklungspotential", erklärte Dörfler.

"Durch die Radwegoffensive wurden in den letzten 5 Jahren rund 60
km neue Radwege gebaut", berichtete der Landeshauptmann. Als
Beispiele nannte er die 16 Radwegkilometer mit einer
Gesamtinvestition von rund drei Millionen Euro im Gurktal, in
Oberkärnten sei der Lieserradweg-Abschnitt Malta/Gries-Gmünd eröffnet
worden und in den letzten acht Jahren seien rund drei Millionen Euro
in rund 16 km Radweg am Görtschitztalradweg investiert worden.

Als ganz besonders wichtiges Projekt erwähnte der Landeshauptmann
die Umfahrung Bad St. Leonhard mit einer Investition von 31 Millionen
Euro. Die Umfahrung habe eine massive Entlastung für Bad St. Leonhard
gebracht und das Kurbad profitiere mit 40.000 Nächtigungen pro Jahr
massiv davon. Insgesamt seien im Bereich Landesstraßen 65,9 Millionen
Euro verbaut worden und im Bereich der ASFINAG rund 40 Millionen
ausschließlich für Sanierungsprojekte. Sehr positiv sei das
gemeinsame Memorandum für eine zweite Vollröhre beim Karawankentunnel
mit dem damaligen slowenischen Verkehrsminister Patrick Vlacic.
"Damit ist der Vollausbau garantiert."

Dörfler berichtete zudem von einer neuen Qualität der
Nachbarschaftspolitik und seinen Besuchen in Bosnien-Herzegowina, von
den Kelag-Kraftwerksprojekten im Kosovo und der Republik Srpska, die
auch Kärntner Arbeitsplätze sichern und ausbauen würden, sowie vom
gelungenen und sehr freundschaftlichen Kärnten-Besuch des Dalai Lama.
Kärnten sei zudem Brückenbauer für den Kanton Sarajewo auf dem Weg in
die EU. Auch die"Euregio Senza Confini - ohne Grenzen" sei nun
endgültig Wirklichkeit. Der Gründungsvertrag zu diesem Europäischen
Verbund für territoriale Zusammenarbeit sei von den Präsidenten des
Veneto und Friaul-Julisch Venetiens, Luca Zaia und Renzo Tondo, sowie
von Landeshauptmann Gerhard Dörfler in Venedig unterzeichnet worden.

"Kärnten ist auf einem guten Weg und wir fahren einen erfolgreichen
Sanierungskurs mit dem Ziel das Nullbudget bis 2015 zu erreichen",
betonte der Landeshauptmann.
(Schluss)

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