• 21.12.2012, 11:25:44
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Mobil ohne Auto: Klima- und Energiefonds fördert regionale Verkehrssysteme

Wien (OTS) -

- Call "Mikro-ÖV Systeme" beendet: 610.000 Euro fließen an Gemeinden
- Förderentscheidung: 13 neue Projekte - Schwerpunkte in
Niederösterreich und der Steiermark

Wie man umweltfreundlicher Verkehr in kleineren Gemeinden
organisieren kann, damit beschäftigen sich Mikro-ÖV-Systeme. Der
Klima- und Energiefonds hat daher Mitte des Jahres Gemeinden zum
zweiten Mal in Folge aufgerufen, ihre Konzepte zur nachhaltigen
Gestaltung des Verkehrs in ihrer Region zur Förderung einzureichen.
13 neue Projekte wurden gestern vom Präsidium des Klima- und
Energiefonds zur Förderung frei gegeben und werden nun in den
Gemeinden gestartet. Zehn Projekte (Erweiterung bzw.
Neuimplementierung) sowie elf Grundlagenarbeiten aus der ersten
Ausschreibung 2011 sind bereits angelaufen. "Mobilität ist ein
zentraler Baustein der Lebensqualität. Mit den Mikro-ÖV-Systemen
helfen wir mit, dass auch in kleineren Gemeinden Menschen ohne
eigenes Auto mobil sein können", sagt Infrastrukturministerin Doris
Bures.

19 EinreicherInnen haben sich für eine Förderung im Rahmen des
Calls "Mikro-ÖV Systeme für den Nahverkehr im ländlichen Raum"
beworben. 13 Einreichungen wurden von der Expertenjury zur Förderung
empfohlen und durch das Präsidium des Klima- und Energiefonds
bestätigt. In Summe fließen 610.000 Euro an Fördermitteln in
österreichische Gemeinden und Regionen, die voraussichtlich mehr als
1,1 Millionen Euro an Investitionen auslösen werden.
Klimafonds-Geschäftsführerin Theresia Vogel: "Durch unser
zweistufiges Bewerbungsverfahren konnten wir die Qualität der
Einreichungen markant steigern. Deutlich wurde jedoch auch, dass der
Nahverkehr in peripheren und ländlichen Regionen weiterhin stark
unterstützt werden muss und praktikable Lösungen für die 'last mile'
gefragt sind".

Adressaten des Calls waren Bedarfsträger, kommunale Einrichtungen
sowie Vereine und Privatinitiativen. Die drei ausgeschriebenen
Themenfelder

- Implementierung neuer Mikro-ÖV Systeme
- Erweiterung bestehender Mikro-ÖV Angebote
- Grundlagenarbeiten

wurden schwerpunktmäßig von Initiativen in Niederösterreich (fünf
Projekte) und der Steiermark (vier Projekte) bedient.

Individuelle Lösungen bieten Flexibilität und schaffen
Synergien mit dem öffentlichen Verkehr

Mikro-ÖV Systeme sind lokal ansetzende, spezifische und
kleinräumige Lösungen, die den öffentlichen Personennahverkehr,
insbesondere als Zubringer, optimal ergänzen können. Sie werden von
Personen genutzt, die ein eigenes Fahrzeug nicht mehr besitzen,
erhalten bzw. benutzen wollen oder können. Vom Klima- und
Energiefonds geförderte Projekte sind z.B. Bürgerbusse, Jugendtaxis
oder Angebote wie das Solarmobil Waldviertel, ein
Gemeinde-Verkehrssystem mit Elektrofahrzeugen und Solarstromnutzung.

Zusatzinformation: Blue Globe Manual - Handbuch für Mikro-ÖV
Systeme

Im Auftrag des Klima- und Energiefonds wurde ein interdisziplinär
zusammengesetztes Konsortium damit beauftragt, die Chancen von
Mikro-ÖV Systemen als tragfähige Lösungen zukünftiger
Mobilitätsanforderungen zu prüfen, vorhandene Systeme zu
systematisieren und zu beschreiben sowie Empfehlungen für den
Planungs- und Umsetzungsprozess auszuarbeiten. Ergebnis ist das Blue
Globe Manual "Ohne eigenes Auto mobil - Ein Handbuch für Planung,
Errichtung und Betrieb von Mikro-ÖV Systemen im ländlichen Raum", das
die Grundlage für die Ausschreibung darstellt. Unter
http://www.klimafonds.gv.at/service/studien/mobilitaet/ steht das
Handbuch zum Download bereit.

Neu: Geförderte Projekte online abrufen unter
http://www.klimafonds.gv.at/foerderungen/gefoerderte-projekte/
Über eine Suchmaske erhalten Interessierte einen Überblick zu den vom
Klima- und Energiefonds seit 2007 bis Ende 2011 in den
unterschiedlichen Programmen geförderten Projekten. Derzeit sind es
mehr als 38.000, zu denen online Basisinformationen abgerufen werden
können. Die Entscheidungen aus 2012 werden im ersten Quartal 2013
verfügbar sein.

Die Datenbank ermöglicht die punktgenaue Suche nach einzelnen
Projekten und informiert z.B. über die Höhe der Förderung, das
Investitionsvolumen oder die Projektdauer. Sofern bereits vorliegend,
werden Projektendberichte zum Download angeboten.
Die Klima- und Energiefonds-Geschäftsführer Theresia Vogel und Ingmar
Höbarth; "Mit unserer Projektdatenbank schaffen wir Transparenz und
geben einen Überblick zu den mit unseren Mitteln realisierten
Vorhaben!"

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