• 21.12.2012, 10:50:13
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Umweltdachverband begrüßt Entwurf zum Energieeffizienzgesetz!

- Energieeffizienzgesetz bringt Wandel in die Energiewirtschaft

Utl.: Utl.: - Energieeffizienzgesetz bringt Wandel in die
Energiewirtschaft =

Wien (OTS) - - Einsparziel der Energiestrategie Österreich bekommt
rechtliche Basis
- UWD fordert: 100 % Nachweise für 100 % grüne Batterien in den Alpen

Mit dem nun vom Wirtschaftsministerium veröffentlichten
Begutachtungsentwurf zum Energieeffizienzgesetz muss der längst
fällige Wandel für die Energiewirtschaft hin zum Energiedienstleister
kommen. "Es reicht in Zukunft nicht mehr, nur möglichst viel Energie
zu produzieren, weil sie die Betriebe und Haushalte sowieso kaufen.
Die Energieversorger müssen gemeinsam mit den KundInnen, Haushalten,
Betrieben und der Industrie energieoptimale Lösungen entwickeln und
sparen helfen. Die Zeit der Alibiaktionen seitens der
Energiewirtschaft ist jetzt vorbei! Das Ziel der Energiestrategie,
Österreichs Energieverbrauch zu stabilisieren, wird mit dem
Energieeffizienzgesetz nun endlich rechtlich verbindlich. Das gilt
auch für die Energiewirtschaft", so Michael Proschek-Hauptmann,
Geschäftsführer des Umweltdachverbandes. Entschieden spricht sich der
UWD gegen das Schlupfloch Selbstverpflichtungen unter dem Dach von
Unternehmensverbänden oder der Wirtschaftskammer aus. "Da beginnt
dann die Rosinenpickerei auf Kosten der Kleinen - und der Bock wird
zum Gärtner. Diesen Ansätzen erteilen wir eine klare Absage", sagt
Proschek-Hauptmann.

Energiewirtschaft braucht einen klaren Gesetzesauftrag

Nun ist ein Paradigmenwechsel hin zu einem neuen gesetzlichen Auftrag
gefragt: Es gilt, mit einem Minimum an Energie ein Maximum an
Lebensqualität sicher zu stellen. Das Motto lautet: Weniger ist mehr.
"Es braucht jedenfalls einen klaren gesetzlichen Auftrag, der nicht
mehr auf reine Energiebereitstellung und damit Absatzmaximierung aus
ist, sondern die Sicherung der Energiedienstleistungen in den
Vordergrund rückt. Dies ist insbesondere für im öffentlichen
Mehrheitseigentum befindliche Energiedinosaurier wie OMV und Verbund
relevant, die bisher nicht einmal in Ansätzen in diese Richtung
gedacht haben", stellt Proschek-Hauptmann klar.

Keine Extrawürstl für Pumpspeicher

Mit dem Energieeffizienzpaket kommt auch die längst fällige Novelle
der Stromkennzeichnung für Pumpspeicher. "Endlich wird klargestellt,
dass die E-Wirtschaft auch für die riesigen Pumpen ihrer Pumpspeicher
Rechenschaft schuldig ist und Nachweise vorlegen muss. Wieso das nur
für 75 % der Strommengen gelten soll und die Umwandlungsverluste
ausgeklammert werden, ist unverständlich. Das ist so, als würde ich
nur für ein Drittel meines Benzins MÖSt. zahlen, da der Rest an
Energie ja als Wärme verloren geht. Der UWD fordert: 100 % Nachweise
für 100 % grüne Batterien in den Alpen - alles andere ist
Augenauswischerei", lässt Proschek-Hauptmann der E-Wirtschaft
ausrichten.

Energieeffizienzpaket ist nur der Anfang

"Dieser neue Gesetzesauftrag muss auch für das Verkehrsministerium
gelten, das die Explosion des Straßenverkehrs endlich stoppen muss.
Auch im Finanzministerium ist viel zu tun: Umweltschädliche,
energiefressende Subventionen sind konsequent zu streichen und die
Grundlagen für eine umfassende Ökologisierung des Steuersystems
müssen in die Wege geleitet werden, wenn Österreich langfristig
weniger Energie verbrauchen soll", so Proschek-Hauptmann
abschließend.

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