- 18.12.2012, 09:46:57
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Greenpeace-Aktion: Gemeinsam mit Fischern für nachhaltige Fangquoten
Protestaktion in Brüssel anlässlich der Festlegung der europäischen Fischfangquoten für 2013
Utl.: Protestaktion in Brüssel anlässlich der Festlegung der
europäischen Fischfangquoten für 2013 =
Wien/Brüssel (OTS) - Greenpeace-Aktivisten demonstrieren heute
zusammen mit Kleinfischern aus Frankreich, Spanien, Deutschland,
Griechenland, Großbritannien und den Niederlanden gegen die
Weiterführung der bisherigen desaströsen EU-Fischereipolitik der EU.
In den nächsten zwei Tagen verhandeln die europäischen
Fischereiminister unter österreichischer Beteiligung in Brüssel über
die Verteilung der Fischfangquoten für das Jahr 2013. Mit Bannern mit
der Aufschrift "Quoten: den Großen nehmen, den Kleinen geben" und zu
Papierschiffen gefalteten Flyern fordern die Demonstranten die
Teilnehmer des Ministerrates auf, sich für Umverteilung der
Fangmöglichkeiten zugunsten nachhaltig arbeitenden Kleinfischern
einzusetzen. Ein 3D-Unterwassser-Gemälde von Greenpeace, am Boden vor
dem Gebäude des europäischen Rates, ermahnt den Ministerrat, den
Großteil der Fangquoten diesmal nicht an Industriefangflotten mit
zerstörerischen Fangmethoden zu vergeben.
"Die Minister müssen sicherstellen, dass jene Fischer die am
nachhaltigsten fischen, ausreichend Fangquoten bekommen, und nicht
diejenigen Industrieflotten, die mit ihrem schweren Fanggerät am
meisten zur Zerstörung der Meere beitragen", so Meeresbiologin und
Greenpeace-Sprecherin Antje Helms.
Wie jedes Jahr legt das Ministertreffen kurz vor Weihnachten fest,
wie viel Fisch im nächsten Jahr in der weiteren Atlantik-Region
gefangen werden darf und wie viel davon jedes Land zugeteilt bekommt.
Die vom Fischereirat beschlossenen Quoten werden von den Regierungen
national verteilt. 80 Prozent der Fangschiffe in Europa gehören
handwerklich arbeitenden Kleinfischern, sie stellen 65 Prozent der
Arbeitsplätze im Fischereisektor - trotzdem bekommen sie nur einen
Bruchteil der Fangquoten zugeteilt. Damit missachten die
Fischereiminister seit Jahrzehnten die Interessen der Kleinfischer:
Ihr Fischfang ist zum Großteil umweltschonender, selektiver und damit
nachhaltiger als die industrialisierte Fischerei.
Außerdem wird mit der Vergabe der Fangquoten darüber entschieden, ob
weiterhin mehr Fisch gefangen wird als nachwachsen kann. "Die
Fangquoten dürfen nie wieder über den Empfehlungen der
Wissenschaftler liegen", so Helms und fordert auch einen aktiven
Einsatz von Fischerei- und Umweltminister Nikolaus Berlakovich: "Wir
fordern auch Österreich auf, seine Rolle als Entscheidungsträger
ernst zu nehmen und sich für Fangquoten einzusetzen, die eine
nachhaltige Fischerei garantieren."
Die derzeit laufende Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik bietet
der EU die Chance, ihre Politik endlich den richtigen Kurs zu geben.
Auch der Fischereiausschuss im Europaparlament wird am morgigen
Dienstag über die Reform der Europäischen Fischereipolitik abstimmen.
Weiterführender Link:
www.greenpeace.at/demonstration-fuer-nachhaltige-fangquoten
Bildmaterial schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage (mail to:
[email protected]) zu.
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