- 14.12.2012, 19:24:31
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Neues Volksblatt: "Rücktrittsqual" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 15. Dezember 2012
Utl.: Ausgabe vom 15. Dezember 2012 =
Linz (OTS) - Nein, loben muss man den Salzburger SPÖ-Finanzreferenten
David Brenner dafür nicht, dass er den Hut genommen hat (Bericht
Seite 4). Noch dazu, wo ihn die Bundes-SPÖ offenbar gerne gehalten
hätte. Denn: "Es gab in keinster Weise Druck, im Gegenteil," sagte
laut APA SPÖ-Kommunikationschef Oliver Wagner. Das Gegenteil von
Druck, zurückzutreten, ist eigentlich die Aufforderung, zu bleiben.
Es ist dieser eigenartige Polit-Sprech, den die Menschen zunehmend
nicht mehr hören können, geschweige denn verstehen. Wie sagte doch
Brenner: "Meine Partei, die Sozialdemokratie, hat es nicht verdient,
zum Hauptschauplatz zu werden". Also, um die Partei geht es, nicht um
das Land, auf dessen Verfassung auch Brenner angelobt wurde.
Wie sehr die Salzburger SPÖ von Anfang an um die eigene Reinwaschung
bemüht war zeigt das sofort gefundene Wording vom "Kriminalfall".
Dafür hat es strategisch also gereicht. Gestern hat Burgstaller ihrem
gescheiterten Kronprinzen übrigens ungeniert die ganze Verantwortung
umgehängt: Die Dinge seien "ohne eigenes Verschulden, aber unter der
politischen Zuständigkeit" Brenners passiert, ließ sie wissen.
Hoffentlich liest das auch der Linzer SPÖ-Finanzreferent Johann Mayr:
Der fühlt sich in Sachen Swap - möglicher Schaden über 400 Millionen
- auch nicht schuldig, politisch zuständig ist er indes unbestritten.
Als Aufklärer taugt er sowenig wie Brenner.
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