LR Ragger: Leistung muss sich auch in der Schule lohnen

Bezirksschulinspektoren abschaffen, Schuldirektoren stärken

Klagenfurt (OTS/LPD) - "Wir müssen bei Lehrern das Leistungsprinzip betonen. Das hat einen doppelt positiven Effekt. Es motiviert die große Mehrheit jener Pädagogen, die sich nach Kräften um die Kinder bemühen, und es entlarvt solche, die wenig Engagement zeigen. Der erste Schritt dazu ist die Novelle zum Landeslehrergesetz, das der Kärntner Landtag am Donnerstag einstimmig beschlossen hat", erklärte Bildungsreferent Christian Ragger heute, Freitag.

Diese Novelle sei ein bedeutungsvoller Meilenstein in der Bildungspolitik Kärntens, weil erstmals Zusatzqualifikationen von Lehrern über die Aufnahme in den Landesdienst entscheiden und nicht der Termin der Abschlussprüfung. "Das ist ein wichtiges Signal, dass persönliches Engagement und der Wille zur Weiterbildung wertgeschätzt werden", betonte Ragger. Das bisherige Manko in diese Richtung sei auch ein Grund für die mangelhaften Ergebnisse beim Bildungstest.

"Wir müssen weitere Konsequenzen ziehen", fordert Ragger. Dabei erwähnt er den Abbau der Bürokratie. "Wir können getrost auf eine bisherige Kontrollinstanz, die Bezirksschulinspektoren, verzichten. Die brauchen wir nicht. Das Geld, das wir für diese ausgeben, sollten wir lieber direkt für die Kinder investieren. Der Aufwand für die Verwaltung darf nicht die Zukunft unserer Kinder fressen", fordert er und befürchtet keine Lücken: "Die Bezirksschulinspektoren können mühelos ersetzt werden, indem wir den Schuldirektoren mehr Kompetenzen geben. Vor allem bei der Auswahl ihrer Lehrkräfte."

All diese Bemühungen könnten aber nur voll wirken, wenn auch die Bundesregierung endlich handle: "Wir brauchen ein flexibleres Lehrerdienstrecht, sodass nicht jeder nach fünf Jahren automatisch in ein unbefristetes Dienstverhältnis übernommen wird." Ragger appelliert an Unterrichtsministerin Claudia Schmied, den entsprechenden, im Kärntner Landtag eingebrachten Antrag umzusetzen. (Schluss)

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