- 10.12.2012, 11:13:06
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ÖBB: Neuinbetriebnahmen zum Fahrplanwechsel erfolgreich
Erfolgreicher Start in die Zukunft - Schnellere Fahrtzeiten durch die Inbetriebnahme der Hochleistungsstrecken - Mehr Komfort durch die Teilinbetriebnahme des Wiener Hauptbahnhofs
Utl.: Erfolgreicher Start in die Zukunft - Schnellere Fahrtzeiten
durch die Inbetriebnahme der Hochleistungsstrecken - Mehr
Komfort durch die Teilinbetriebnahme des Wiener Hauptbahnhofs =
Wien (OTS) - Seit gestern wird der Personenfernverkehr ab/bis Wien
Westbahnhof auf der neuen Hochleistungsstrecke abgewickelt, auch
Güterzüge rollen bereits durch. In zwei Jahren werden die ersten
Fernverkehrszüge auch durch den Lainzer Tunnel fahren (bis dahin
ausschließlich Güterverkehr) und beim Hauptbahnhof halten. Dieser
ging gestern mit vier Gleisen und Bahnsteigen sowie einem
Durchfahrtsgleis teilweise in Betrieb. Ebenfalls in Betrieb genommen
wurde die 40 km lange Hochleistungsstrecke im Unterinntal. Die
Inbetriebnahmen verliefen großteils sehr zufriedenstellend.
Teilinbetriebnahme Wien Hauptbahnhof verlief reibungslos
Hunderte Pendler kamen heute Morgen statt wie bisher am
provisorischen Südbahnhof (Ostbahn) am neuen Hauptbahnhof an. Seit
gestern halten erstmals Nahverkehrszüge der Ostbahn und der
Marchegger Ostbahn am neuen Hauptbahnhof. Die S-Bahnen S80 und die
S60 werden sogar bis Wr. Neustadt bzw. Hütteldorf/Rekawinkel
durchgebunden und den Fahrgästen damit das Umsteigen auf die U1 am
Hauptbahnhof, die U6 in Meidling und die U4 in Hütteldorf (S60)
ermöglicht.
Fahrtzeitgewinn auf der Weststrecke: Schneller und sicherer
als mit dem Auto
Sowohl Fern- und Nahverkehr als auch Güterverkehr profitieren von den
gestern erfolgreich in Betrieb gegangenen Hochleistungsstrecken.
Zwischen Wien und St. Pölten werden 55 Nahverkehrszüge zusätzlich auf
der Bestand- und Hochleistungsstrecke ab bzw. bis Wien Westbahnhof
geführt, zehn davon zur Hauptverkehrszeit als bis zu 200 km/h
schnelle REX-Nahverkehrszüge (Wien - Amstetten). Pendler aus dem
Mostviertel profitieren durch die schnellen REX-Züge insbesondere von
der Fahrtzeitverkürzung. Den neuen Bahnhof Tullnerfeld werden zur
Hauptverkehrszeit die neuen REX-Züge sowie stündlich Fernverkehrszüge
anfahren.
Im Tiroler Unterinntal gingen zwischen Kundl/Radfeld und Baumkirchen
rd. 40 km Hochleistungsstrecke in Betrieb. Zusammen mit der Strecke
Wien-St.Pölten ergibt das 100 km neue Hochleistungsstrecke - ein
Meilenstein der jüngeren Eisenbahngeschichte.
Die schnellsten Züge legen die 300 km lange Strecke zwischen Salzburg
und dem Wiener Westbahnhof mit bis zu 230 km/h Spitzengeschwindigkeit
in nur 2 Stunden und 22 Minuten zurück, bis Innsbruck dauert es nur
noch 4 Stunden 15 Minuten. Die schnellste Fahrtzeit von Wien nach St.
Pölten beträgt 25 Minuten und verkürzt sich damit um 15 Minuten, jene
nach Salzburg um 23 Minuten. Die künftige
Durchschnittsgeschwindigkeit der schnellsten Züge von Wien nach
Salzburg liegt bei 132 km/h (derzeit noch 114 km/h), von Wien nach
Linz sogar bei 151 km/h (derzeit 120) und damit deutlich über der
gesetzlich erlaubten Höchstgeschwindigkeit auf der West-Autobahn.
Züge werden sukzessive auf die Neubaustrecken verlagert
Durch die Hochleistungsstrecken wird es aber auch leiser: So werden
im Abschnitt Wien-St. Pölten bereits zu Fahrplanwechsel nachts nur
noch etwas mehr als die Hälfte der Gützerzüge auf der Bestandstrecke
fahren, Mitte 2013 werden nachts bereits rd. 90 Prozent auf die
Neubaustrecke verlagert sein. Auch im Unterinntal sorgt die neue
Strecke für eine massive Entlastung durch den Güterverkehr vor allem
in den Nachtstunden - so werden bereits mit Fahrplanwechsel 2 von 3
Güterzügen nachts auf der Hochleistungsstrecke fahren, Mitte 2013
bereits 4 von 5.
High-Speed auf den Hochleistungsstrecken - Voraussetzung ist
ETCS
Die Hochleistungsstrecken wurden seitens ÖBB-Infrastruktur mit dem
derzeit modernsten Zugsicherungssystem ETCS Level 2 (European Train
Control System) ausgestattet. Ein großer Vorteil dieses
Sicherungssystems ist, dass der Lokführer die Fahrerlaubnis nicht
mehr von Lichtsignalen ablesen muss, sondern die aktuell
höchstzulässige Geschwindigkeit direkt in den Führerstand übertragen
bekommt. Dieses System wird europaweit auf den wichtigen Hauptachsen
zum Einsatz gebracht. Es garantiert Einheitlichkeit für
grenzüberschreitende Verkehre und gewährleistet ein Höchstmaß an
Sicherheit.
"Seit gestern haben wir auf den neuen Hochleistungsstrecken mit dem
ETCS Level 2 das modernste europäische Zugsicherungssystem
erfolgreich im Einsatz. Wir sind die erste Bahn in Europa, die diese
Implementierung pünktlich und im vorgesehenen Budget umgesetzt hat.
Auf das Ergebnis können wir sehr stolz sein", so Peter Kleinschuster,
Betriebsleiter ÖBB-Infrastruktur AG.
Die Hochleistungsstrecken können ausschließlich mit Fahrzeugen mit
ETCS Level 2 Ausrüstung befahren werden. Derzeit fehlt bei einigen
ICEs (Fahrplanrelationen: Wien Wbhf - Frankfurt, Wien Wbhf - Dortmund
und Innsbruck - Hamburg) noch die entsprechende Ausrüstung, diese
werden daher weiterhin über die Bestandstrecke geführt und können
daher die im neuen Fahrplan bereits vorgesehene Fahrtzeitverkürzung
auf der Weststrecke noch nicht zur Gänze realisieren. Spätestens zu
Weihnachten werden aber sämtliche ICEs über die erforderliche
Ausrüstung verfügen.
ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern
österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und
Gütern. Die ÖBB gehören zu den pünktlichsten Bahnen Europas und
bieten ihren Kunden die höchste Pünktlichkeit in der EU. Mit
konzernweit rd. 40.800 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (davon
37.050 in Österreich, 3.750 im Ausland, zusätzlich 1.850 Lehrlinge)
und Gesamterträgen von rd. 6,25 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein
wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Strategische
Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.
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