Neugebauer: Frieden in Europa wichtiger Grundsatz der Europäischen Union

Friedensnobelpreis anerkennt mehr als 60 Jahre "Dialog vor Gewalt"

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die heutige Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union ist für den Zweiten Nationalratspräsidenten Fritz Neugebauer "ein hervorragender Anlass, daran zu erinnern, was die Gründung der Europäischen Union möglich gemacht hat: Die Erkenntnis der Staaten Europas unter den Eindrücken der Schrecken des II. Weltkrieges, dass Morden und Verwüsten in Europa im Krieg des 'jeder gegen jeden' nie wieder vorkommen darf", postulierte der Zweite Nationalratspräsident.

Trotz wirtschaftlicher oder institutioneller Krisen, wie sie in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder aufgetreten seien und "wie wir sie auch heute wieder erleben, haben die Vertreterinnen und Vertreter der Unionsstaaten seit mehr als 60 Jahren den Dialog vor die Gewalt, die Diskussion vor die bewaffnete Auseinandersetzung gestellt", so Neugebauer. "Für diesen unermüdlichen Einsatz erhält die Union als Gesamtgefüge und all die Politikerinnen und Politiker, die ihre Ziele vorangetrieben haben, diese hohe Auszeichnung - auch als Auftrag, den Prozess nicht als beendet anzusehen, sondern vielmehr wachsam zu bleiben und auch in den Teilen Europas, in denen noch um eine stabile Zukunft gerungen wird, als Vorbild und auch aktiv zu wirken", sagte der Zweite Nationalratspräsident.

In der täglichen Diskussion in Österreich werde dem Stellenwert der EU als Friedenswerk leider oft zu geringes Augenmerk geschenkt, während in Staaten wie etwa Kroatien, 20 Jahre nach dem Balkankrieg nun bald 28. Mitglied der EU, spürbar ist, "welche Zugkraft dort die Friedensperspektive Europa hat", berichtete Neugebauer.

Neugebauer forderte dazu auf, sich mit dem Friedensprojekt Europa über "kleinformatiges Denken hinaus" zu beschäftigen. Ein Besuch in Sarajewo, mit Ausblick über die unzähligen Gräber der Toten, die der Krieg vor wenigen Jahren gefordert habe, habe ihm einen Satz von Wolfgang Schüssel in Erinnerung gerufen: Wer die wahre Bedeutung der europäischen Einigung erfassen wolle, der brauche nur einen Gang über die Friedhöfe zu machen. Daher müsse es vorrangige Aufgabe der Politik sein, gerade bei der Bewältigung schwieriger Herausforderungen europäische Werte immer wieder stärker zu betonen, so der Zweite Nationalratspräsident abschließend.
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