• 10.12.2012, 09:41:36
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Neugebauer: Frieden in Europa wichtiger Grundsatz der Europäischen Union

Friedensnobelpreis anerkennt mehr als 60 Jahre "Dialog vor Gewalt"

Utl.: Friedensnobelpreis anerkennt mehr als 60 Jahre "Dialog vor
Gewalt" =

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die heutige Verleihung des Friedensnobelpreises
an die Europäische Union ist für den Zweiten Nationalratspräsidenten
Fritz Neugebauer "ein hervorragender Anlass, daran zu erinnern, was
die Gründung der Europäischen Union möglich gemacht hat: Die
Erkenntnis der Staaten Europas unter den Eindrücken der Schrecken des
II. Weltkrieges, dass Morden und Verwüsten in Europa im Krieg des
'jeder gegen jeden' nie wieder vorkommen darf", postulierte der
Zweite Nationalratspräsident.

Trotz wirtschaftlicher oder institutioneller Krisen, wie sie in den
vergangenen Jahrzehnten immer wieder aufgetreten seien und "wie wir
sie auch heute wieder erleben, haben die Vertreterinnen und Vertreter
der Unionsstaaten seit mehr als 60 Jahren den Dialog vor die Gewalt,
die Diskussion vor die bewaffnete Auseinandersetzung gestellt", so
Neugebauer. "Für diesen unermüdlichen Einsatz erhält die Union als
Gesamtgefüge und all die Politikerinnen und Politiker, die ihre Ziele
vorangetrieben haben, diese hohe Auszeichnung - auch als Auftrag, den
Prozess nicht als beendet anzusehen, sondern vielmehr wachsam zu
bleiben und auch in den Teilen Europas, in denen noch um eine stabile
Zukunft gerungen wird, als Vorbild und auch aktiv zu wirken", sagte
der Zweite Nationalratspräsident.

In der täglichen Diskussion in Österreich werde dem Stellenwert der
EU als Friedenswerk leider oft zu geringes Augenmerk geschenkt,
während in Staaten wie etwa Kroatien, 20 Jahre nach dem Balkankrieg
nun bald 28. Mitglied der EU, spürbar ist, "welche Zugkraft dort die
Friedensperspektive Europa hat", berichtete Neugebauer.

Neugebauer forderte dazu auf, sich mit dem Friedensprojekt Europa
über "kleinformatiges Denken hinaus" zu beschäftigen. Ein Besuch in
Sarajewo, mit Ausblick über die unzähligen Gräber der Toten, die der
Krieg vor wenigen Jahren gefordert habe, habe ihm einen Satz von
Wolfgang Schüssel in Erinnerung gerufen: Wer die wahre Bedeutung der
europäischen Einigung erfassen wolle, der brauche nur einen Gang über
die Friedhöfe zu machen. Daher müsse es vorrangige Aufgabe der
Politik sein, gerade bei der Bewältigung schwieriger
Herausforderungen europäische Werte immer wieder stärker zu betonen,
so der Zweite Nationalratspräsident abschließend.
(Schluss)

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