• 07.12.2012, 13:39:48
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Greenpeace-Protest in Kiew gegen Finanzierung von Schrott-Reaktoren

EBRD muss Finanzierungspläne für ukrainische Atom-Projekte aufgeben

Utl.: EBRD muss Finanzierungspläne für ukrainische Atom-Projekte
aufgeben =

Wien (OTS) - Greenpeace-Aktivisten, darunter auch zwei
Österreicherinnen, haben heute in Kiew gemeinsam mit dem Netzwerk
Bankwatch gegen die Pläne der Europäischen Bank für Wiederaufbau und
Entwicklung (EBRD) protestiert. Die EBRD beabsichtigt einen Kredit
über 300 Millionen Euro für Sicherheitsprogramme ukrainischer
Reaktoren bereitzustellen. "Die EBRD will Sicherheit? Dann schließt
Schrott-Reaktoren!" stand auf einem überdimensionales Transparent,
das die AktivistInnen auf der Fassade des EBRD-Gebäudes entrollten.
"Statt in Atomenergie müssen öffentliche Gelder in den Ausbau
Erneuerbarer Energien fließen. Nur so kann die Ukraine dabei
unterstützt werden, ihre Abhängigkeit von Atomkraft und fossilen
Brennstoffen zu beenden", fordert Julia Kerschbaumsteiner, Greenpeace
Energiesprecherin.

Im Februar 2013 wird über die EBRD über die Vergabe des
Millionenkredits für Sicherheitsprogramme entscheiden. Greenpeace
kritisiert, dass das Programm in erster Linie auf
Laufzeitverlängerung von veralteten Atomreaktoren abzielt. Ohne diese
Verlängerung müssten 12 der 15 aktiven Reaktoren bis zum Jahr 2020
geschlossen werden. Greenpeace und Bankwatch fordern das
Finanzinstitut auf, seine Pläne für die Förderungen für die
ukrainische Atomenergie sofort einzustellen.

"Von diesen Sowjet-Reaktoren geht ein enormes Sicherheitsrisiko aus.
Im Dezember 2010 gab es einen schweren Unfall in einem Reaktor des
AKW Rivne - und das nur einen Monat nachdem die Laufzeitverlängerung
für das AKW beschlossen wurde", so Jutta Matysek, österreichische
Greenpeace-Aktivistin vor Ort. "Die Ukraine leidet immer noch unter
den furchtbaren Auswirkungen von Tschernobyl und wird keine weitere
Atomkatastrophe überleben", meint Matysek. "Es ist erschreckend, dass
europäische Gelder für den Weiterbetrieb solcher Reaktoren verwendet
werden. Die EBRD muss damit aufhören hochriskante Technologien unter
dem Vorwand der Modernisierung zu fördern."

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