• 07.12.2012, 11:50:17
  • /
  • OTS0113 OTW0113

Expertenforum Betonrohre Steyregg, OÖ: Auf der Spur des dritten Mannes...

180.000 Kilometer unterirdisches Kanal- und Wasserleitungsnetz

Utl.: 180.000 Kilometer unterirdisches Kanal- und Wasserleitungsnetz =

Wien (OTS) - Österreich ist fast flächendeckend mit einem
unterirdischen Kanal- und Wasserleitungsnetz versorgt. "Ein
funktionierendes Wasserver- und Entsorgungssystem dient unserer
Lebensqualität zuverlässig und unsichtbar. Die Leitungen müssen dafür
aber laufend gewartet, saniert und optimiert werden", wie DI Felix
Friembichler, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen
Zementindustrie (VÖZ) erläutert. Und DI Gernot Brandweiner,
Geschäftsführer des Verbandes Österreichischer Betonfertigteile
(VÖB), ergänzt: "Das Funktionieren des Kanal- und Wassernetzes ist
für uns selbstverständlich. Es sind aber auch finanzielle Mittel
nötig, um die hygienischen und ökologischen Standards halten zu
können." Eine hochkarätige Expertenrunde diskutierte Ende November
2012 über den Status Quo zu diesem Thema und präsentierte
zukunftsweisende Lösungen. Veranstalter in Steyregg (OÖ) waren VÖB
und VÖZ.

Rund 100.000km Abwasserkanäle und etwa 80.000km Wasserleitungen
sind österreichweit unterirdisch verlegt. Die Errichtung und der
Ausbau wurde seit den 1960er Jahren vorangetrieben, die Lebensdauer
der Rohre liegt bei rund 40 bis 50 Jahren. "Nach jüngsten Erhebungen
ist etwa ein Drittel der Wasser- und 13 Prozent der Abwasserleitungen
sanierungsbedürftig. Wir brauchen jährlich rund 400 Mio. Euro, um die
Anlagen alle 50 bis 100 Jahre erneuern zu können", erklärte HR DI
Gerhard Fenzl vom Amt der Oberösterreichischen Landesregierung.

110 Millionen Euro Rückstau an Fördermitteln

Im ländlichen Raum ist der Ausbau noch nicht abgeschlossen, Städte
sind mit großem Sanierungsaufwand konfrontiert. Aufgrund der knappen
Fördermittel für das Jahr 2012 können nicht alle kommunalen
Förderansuchen behandelt werden. Zur Zeit gibt es einen Rückstau von
rund 110 Mio. Euro. Für 2013 werden nur 12 Mio. Euro an Förderungen
zugesichert. Die Kürzung der Fördermittel wird zur Reduktion von
Maßnahmen im Siedlungswasserbau führen, argumentiert Fenzl: "Wir
befürchten Qualitätsmängel bis hin zur mangelnden Funktionsfähigkeit
und Undichtigkeiten, die zu Grundwasserverschmutzung und gravierenden
hygienischen Mängeln führen". Die Folgen wären erhöhte Gebühren für
die Bürger und der Verlust von Arbeitsplätzen.

Betonrohre als sichere und wirtschaftliche Lösung

Günter Leuthner von HABA Beton wies im Rahmen des Expertenforums
besonders auf die Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit von
Betonrohren im Siedlungswasserbau hin. "Betonrohre werden älter als
100 Jahre, dadurch bleiben auch die Abwassergebühren niedrig.
Außerdem sind sie biegesteif und dauerhaft dicht. Auch im Hinblick
auf Hochdruckspülungen sind sie stabil, ebenso wie gegen Abrieb,
Korrosion und hohe Temperaturen. Und sie sind recyclebar".

GRIS-Gütekennzeichnung zur Sicherung des Qualitätsstandards

Für Betonrohre sind spezielle Gütevorschriften durch den
"Güteschutzverband Rohre im Siedlungswasserbau" (GRIS) vorgegeben.
"Bauherren und Planer sind mit gütegekennzeichneten Rohren bestens
beraten. Denn der GRIS-Güteschutz sichert die hohe Qualität von
Betonrohren über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg", erklärte DI
(FH) Reinhard Pamminger, Geschäftsführer Hartl GmbH.

Hochwertige Planung und Bauausführung für lange Lebensdauer

"Nur durch eine hochwertige Planung und eine Bauausführung von
höchster Qualität entstehen Kanalbauten mit langer Lebensdauer. Damit
wird eine funktionierende Abwasserableitung auch für zukünftige
Generationen gewährleistet", ist auch DI Georg Steibl von der Porr
Bau GmbH überzeugt. Besonders die Statik und der Einbau der Rohre
sind von zentraler Bedeutung. Dr. Ing. Gerfried Schmidt-Thrö
ergänzte: "Betonrohre haben einen großen Vorteil, sie halten
kurzfristig auch Überlastungen stand."

Doppelt sicher - Hohe Belastungen aus Verkehrslast und
Erddruck

Dichte Kanäle sind Grundvoraussetzung für nachhaltigen
Grundwasserschutz. Um den Belastungen aus Verkehr und Erddruck
erfolgreich standhalten zu können, müssen Rohre entsprechend statisch
konstruiert und eingebaut werden. Dir. Dieter Jungmann, Funke
Kunststoffe GmbH, stellte ein erfolgreiches System, das
Fabekun-Kanalrohr vor, bei dem ein Rohr aus PVC-U mit einem Betonrohr
ummantelt wird. Das Betonrohr sorgt für verbesserte Statik und
Festigkeit, während das Kunststoffrohr mit den Abwässern in Kontakt
ist. Pamminger erläuterte in diesem Zusammenhang die verschiedenen
Beanspruchungen des Werksstoffs Beton, der chemischen Angriffen durch
Abwässer Widerstand leisten muss. "In den letzten Jahren haben wir
dafür Spezialbetonlösungen entwickelt, die extrem dicht und
sulfatbeständig sind."

Regelmäßige Überprüfung zur Vorbeugung von
Grundwasserverschmutzung

Die Abwasser-Infrastruktur wird laufend auf ihre Dichtigkeit
geprüft. "Durch laufende, stichprobenartige Prüfungen in den letzten
12 Jahren konnte der Qualitätsstandard der Leitungen erheblich
verbessert werden. Heute finden wir nicht einmal mehr ein Prozent
undichte Abwässerkanäle", erklärte Prüfspezialist Herbert Egger.

Weitere Infos:www.zement.at, www.voeb.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BWO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel