Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände: Fackelzug gegen Christenverfolgung soll Öffentlichkeit mobilisieren

Präsident Kukacka: Arabischer Frühling läuft Gefahr kalter Wintersturm für Christen zu werden

Wien (OTS) - Zum Selbstverständnis der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV) gehört auch Widerstand und Protest gegen Staaten und politische Systeme, in denen Menschenrechte und Religionsfreiheit massiv verletzt werden. Deshalb wird sich die AKV -sie ist der freiwillige Zusammenschluss von 20 der bedeutendsten katholischen Laienorganisationen Österreichs zu einem Dachverband -am 10.12.2012 am Fackelzug gegen Christenverfolgung im Rahmen der "Plattform gegen Christenverfolgung" beteiligen, erklärt der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV) Staatssekretär a.D. Mag. Helmut Kukacka.

Mehr denn je werden Christen in vielen Staaten an der Ausübung ihres Glaubens mit schweren Repressalien oder unter Androhung von Gewalt, Folter oder gar Tod gehindert. Weltweit sind 80 Prozent aller wegen ihres Glaubens verfolgter Menschen Christen.

"Insbesondere läuft der arabische Frühling in manchen Ländern Gefahr, sich für die Christen zu einem kalten Wintersturm zu entwickeln. Diesen Tendenzen müssen wir uns öffentlich entgegenstellen. Wir sehen es deshalb als unseren Auftrag an, ein Zeugnis unserer Solidarität mit verfolgten Christen abzulegen, die Öffentlichkeit zu mobilisieren und die internationale Politik aufzufordern, die Christen vor Repressalien zu schützen", so Kukacka.

Die AKV fordert nachhaltige Maßnahmen der Europäischen Union, um die betreffenden Staaten zur Einhaltung der Menschenrechte und der Gewährung der vollen Religionsfreiheit anzuhalten. "Dort wo sich eine blutige Spur der Unterdrückung und Gewalt zieht, sind die politischen Verantwortungsträger in Europa aufgerufen, wirtschaftliche und politische Sanktionen bis hin zur Streichung der Entwicklungshilfe-Gelder für solche Staaten durchzusetzen", fordert Kukacka abschließend.

Mehr als 100 Millionen Christen in Ägypten, China, Indonesien, Irak, Iran, Indien, Nigeria, Nordkorea, Türkei, Pakistan, Sudan, Saudi-Arabien und vielen anderen Ländern leiden unter Unterdrückung und Verfolgung.

Der gemeinsame Schweigemarsch und Fackelzug der "Plattform gegen Christenverfolgung" beginnt am Montag, 10.12.2012 um 17:00 Uhr vor der Wiener Staatsoper und geht über die Kärtnerstraße zum Stephansdom. Anschließend findet um 18:00 Uhr ein gemeinsamer ökumenischer Wortgottesdienst mit Weihbischof Dr. Franz Scharl statt.

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