- 07.12.2012, 10:35:21
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Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände: Fackelzug gegen Christenverfolgung soll Öffentlichkeit mobilisieren
Präsident Kukacka: Arabischer Frühling läuft Gefahr kalter Wintersturm für Christen zu werden
Utl.: Präsident Kukacka: Arabischer Frühling läuft Gefahr kalter
Wintersturm für Christen zu werden =
Wien (OTS) - Zum Selbstverständnis der Arbeitsgemeinschaft
Katholischer Verbände (AKV) gehört auch Widerstand und Protest gegen
Staaten und politische Systeme, in denen Menschenrechte und
Religionsfreiheit massiv verletzt werden. Deshalb wird sich die AKV -
sie ist der freiwillige Zusammenschluss von 20 der bedeutendsten
katholischen Laienorganisationen Österreichs zu einem Dachverband -
am 10.12.2012 am Fackelzug gegen Christenverfolgung im Rahmen der
"Plattform gegen Christenverfolgung" beteiligen, erklärt der
Präsident der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV)
Staatssekretär a.D. Mag. Helmut Kukacka.
Mehr denn je werden Christen in vielen Staaten an der Ausübung
ihres Glaubens mit schweren Repressalien oder unter Androhung von
Gewalt, Folter oder gar Tod gehindert. Weltweit sind 80 Prozent aller
wegen ihres Glaubens verfolgter Menschen Christen.
"Insbesondere läuft der arabische Frühling in manchen Ländern
Gefahr, sich für die Christen zu einem kalten Wintersturm zu
entwickeln. Diesen Tendenzen müssen wir uns öffentlich
entgegenstellen. Wir sehen es deshalb als unseren Auftrag an, ein
Zeugnis unserer Solidarität mit verfolgten Christen abzulegen, die
Öffentlichkeit zu mobilisieren und die internationale Politik
aufzufordern, die Christen vor Repressalien zu schützen", so Kukacka.
Die AKV fordert nachhaltige Maßnahmen der Europäischen Union, um
die betreffenden Staaten zur Einhaltung der Menschenrechte und der
Gewährung der vollen Religionsfreiheit anzuhalten. "Dort wo sich eine
blutige Spur der Unterdrückung und Gewalt zieht, sind die politischen
Verantwortungsträger in Europa aufgerufen, wirtschaftliche und
politische Sanktionen bis hin zur Streichung der
Entwicklungshilfe-Gelder für solche Staaten durchzusetzen", fordert
Kukacka abschließend.
Mehr als 100 Millionen Christen in Ägypten, China, Indonesien,
Irak, Iran, Indien, Nigeria, Nordkorea, Türkei, Pakistan, Sudan,
Saudi-Arabien und vielen anderen Ländern leiden unter Unterdrückung
und Verfolgung.
Der gemeinsame Schweigemarsch und Fackelzug der "Plattform gegen
Christenverfolgung" beginnt am Montag, 10.12.2012 um 17:00 Uhr vor
der Wiener Staatsoper und geht über die Kärtnerstraße zum
Stephansdom. Anschließend findet um 18:00 Uhr ein gemeinsamer
ökumenischer Wortgottesdienst mit Weihbischof Dr. Franz Scharl statt.
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