• 06.12.2012, 15:47:23
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Glaser: Landraub trägt in Entwicklungsländern zu Armut und Existenznot bei

International verbindliche Standards für Kauf und Pacht von Land verankern - Nur erneuerbare Energie kann Klimawandel eindämmen

Utl.: International verbindliche Standards für Kauf und Pacht von
Land verankern - Nur erneuerbare Energie kann Klimawandel
eindämmen =

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Für international verbindliche Standards beim
Kauf und bei der Pacht von Land tritt der ÖVP-Sprecher für
Entwicklungszusammenarbeit Abg. Franz Glaser ein. "Landraub in großem
Maßstab, wie er - zumeist von multinationalen Konzernen - in Afrika
oder Lateinamerika häufig betrieben wird, schädigt die ansässigen
Bauern und drängt sie in Armut und Existenznot. Neben Dürre und
anderen Naturkatastrophen trägt Landraub dazu bei, dass die meisten
Hungernden dieser Welt auf dem Land leben", sagte Glaser heute,
Donnerstag, in seiner Rede vor dem Nationalratsplenum.

In einem gemeinsamen Beschluss haben alle Fraktionen des Nationalrats
die Bundesregierung aufgefordert, sich auf internationaler Ebene für
Maßnahmen gegen Landraub einzusetzen. "Dieses Phänomen verhindert
jede eigenständige Entwicklung, vernichtet Dorfgemeinschaften und
unterwandert den Weg eines Landes zur Ernährungssouveränität",
begründete Glaser den Beschluss.

Der Weltagrarbericht unterstreiche die Notwendigkeit einer sozial
gerechten und ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft, wie Österreich
sie praktiziert.

In seiner Rede wies Glaser auch auf die steigenden
Lebensmittelverluste hin. "Weltweit verrottet ein Drittel der
Lebensmittel. Alleine mit den Lebensmitteln, die in den USA und
Europa weggeworfen werden, könnten drei Milliarden Menschen ernährt
werden."

Für die Zukunft der Erde sei eine verantwortungsvolle Landwirtschaft
ebenso ein Schlüsselfaktor wie der Kampf gegen den Klimawandel. "Die
Klimakonferenz in Doha macht deutlich, dass nur erneuerbare
Energieträger zukunftsfähig sind. Ohne sie kommt auch der
Verkehrssektor nicht aus. Langfristig reicht weder E 5 noch E 10,
sondern wohl nur E 100, wie es der deutsche Grün-Politiker Hans Josef
Fell formuliert. Für den Anbau von Energiepflanzen können allein in
der EU etwa 20 Millionen Hektar Brachland genützt werden, und zwar
ökologisch und nachhaltig", sagte Glaser.
(Schluss)

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