Glaser: Landraub trägt in Entwicklungsländern zu Armut und Existenznot bei

International verbindliche Standards für Kauf und Pacht von Land verankern - Nur erneuerbare Energie kann Klimawandel eindämmen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Für international verbindliche Standards beim Kauf und bei der Pacht von Land tritt der ÖVP-Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit Abg. Franz Glaser ein. "Landraub in großem Maßstab, wie er - zumeist von multinationalen Konzernen - in Afrika oder Lateinamerika häufig betrieben wird, schädigt die ansässigen Bauern und drängt sie in Armut und Existenznot. Neben Dürre und anderen Naturkatastrophen trägt Landraub dazu bei, dass die meisten Hungernden dieser Welt auf dem Land leben", sagte Glaser heute, Donnerstag, in seiner Rede vor dem Nationalratsplenum.

In einem gemeinsamen Beschluss haben alle Fraktionen des Nationalrats die Bundesregierung aufgefordert, sich auf internationaler Ebene für Maßnahmen gegen Landraub einzusetzen. "Dieses Phänomen verhindert jede eigenständige Entwicklung, vernichtet Dorfgemeinschaften und unterwandert den Weg eines Landes zur Ernährungssouveränität", begründete Glaser den Beschluss.

Der Weltagrarbericht unterstreiche die Notwendigkeit einer sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft, wie Österreich sie praktiziert.

In seiner Rede wies Glaser auch auf die steigenden Lebensmittelverluste hin. "Weltweit verrottet ein Drittel der Lebensmittel. Alleine mit den Lebensmitteln, die in den USA und Europa weggeworfen werden, könnten drei Milliarden Menschen ernährt werden."

Für die Zukunft der Erde sei eine verantwortungsvolle Landwirtschaft ebenso ein Schlüsselfaktor wie der Kampf gegen den Klimawandel. "Die Klimakonferenz in Doha macht deutlich, dass nur erneuerbare Energieträger zukunftsfähig sind. Ohne sie kommt auch der Verkehrssektor nicht aus. Langfristig reicht weder E 5 noch E 10, sondern wohl nur E 100, wie es der deutsche Grün-Politiker Hans Josef Fell formuliert. Für den Anbau von Energiepflanzen können allein in der EU etwa 20 Millionen Hektar Brachland genützt werden, und zwar ökologisch und nachhaltig", sagte Glaser.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0010