• 06.12.2012, 11:54:21
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  • OTS0153 OTW0153

15 Jahre Gentechnik-freie Lebensmittel in Österreich

Gesundheitsminister Stöger & ARGE Gentechnik-frei: Österreichische Regelung ist erprobt und soll Vorbild für europäische Harmonisierung sein

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3737/ Im Bild
v.l.n.r.: Florian Faber (Geschäftsführer ARGE Gentechnik-frei),
Alois Stöger (Gesundheitsminister), Markus Schörpf (Obmann ARGE
Gentechnik-frei)

Utl.: Gesundheitsminister Stöger & ARGE Gentechnik-frei:
Österreichische Regelung ist erprobt und soll Vorbild für
europäische Harmonisierung sein =

Wien (OTS) - 15 Jahre nach ihrer Gründung hat sich die ARGE
Gentechnik-frei, Europas erstes und erfolgreichstes
Kennzeichnungssystem für Gentechnik-frei erzeugte Lebensmittel, als
wichtige Qualitätsinstitution auf dem Markt etabliert. Die
Gentechnik-freie Produktion ist dabei zum Erfolgsrezept und zum
besonderen Qualitätsmerkmal österreichischer Produkte geworden: Mehr
als 1.950 österreichische Lebensmittel sind mit dem Kontrollzeichen
"Ohne Gentechnik hergestellt" ausgelobt. Bei Milch und
Molkereiprodukten, Eiern sowie beim Großteil des Geflügelfleisches
(Huhn, Pute) ist die Gentechnik-Freiheit Branchenstandard. Aktuell
befasst sich die EU-Kommission mit einer möglichen Harmonisierung der
in den letzten Jahren auch in anderen Mitgliedsstaaten entstandenen
Gentechnik-frei-Kennzeichnungsregelungen. Die ARGE Gentechnik-frei
will dabei, in enger Kooperation mit dem Gesundheitsministerium, das
in Österreich in langjähriger Praxis erfolgreich erprobte System als
europaweiten Standard etablieren.

"Ohne Gentechnik hergestellt" - Markenzeichen für österr.
Qualitätsprodukte

"Ohne Gentechnik hergestellte Produkte sind ein Aushängeschild
Österreichs. Wir können zu Recht stolz sein, dass wir hier die
Vorreiterrolle in Europa einnehmen. Viele Menschen wollen
Lebensmittel ohne Gentechnik auf ihrem Teller - mit dem Codex und der
Kennzeichnung durch die ARGE Gentechnik-frei schaffen wir
Rechtssicherheit und Transparenz und ermöglichen ein breites Angebot.
Es freut mich, dass sich damit den heimischen Landwirten neue
Marktchancen bieten," betonte Gesundheitsminister Alois Stöger.

Produkte mit dem grünen Kontrollzeichen "Ohne Gentechnik
hergestellt" erfüllen die strengen Produktionsvorschriften des
Österreichischen Lebensmittel-Codex bzw. der EU-Bioverordnung; deren
Einhaltung wird in allen Stufen der Produktion regelmäßig von
unabhängigen Kontrollstellen überprüft.

"Die Nachfrage nach dem Kennzeichen 'Ohne Gentechnik hergestellt'
hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Österreichs
Lebensmittelhersteller haben erkannt, dass das Qualitätszeichen
sowohl auf dem heimischen Markt, als auch im Export Marktvorteile
bietet", so Ökonomierat Markus Schörpf, Obmann der ARGE
Gentechnik-frei.

Der Großteil der Lebensmittel ohne Gentechnik kommt aus den
Bereichen Milchprodukte, Eier, Brot und Backwaren, Sojaprodukte und
Fleisch. Im Juni 2010 hat die österreichische Milchwirtschaft ihre
komplette Produktion auf Gentechnik-frei umgestellt; im Okt. 2010
folgte die komplette Produktion der heimischen Frischeier. Als
nächste Herausforderung ist die Umstellung bei Fleisch voll im Gange:
Geflügel ist bereits weitgehend Gentechnik-frei; bei Schweinefleisch
gibt es zahlreiche Umstellungsprojekte.

Österreich bei Gentechnik-frei-Kennzeichnung führend in Europa
Damit ist Österreichs Lebensmittelbranche bei der Gentechnik-Freiheit
den europäischen Mitbewerbern klar voraus. Aber: Die
Gentechnik-Freiheit gewinnt in ganz Europa an Bedeutung und
Nachfrage: In den letzten Jahren sind in mehreren europäischen
Ländern (D, F, I, LUX, auch: CH) ähnliche Kennzeichnungssysteme
entstanden; andere Länder, auch im CEE-Raum, arbeiten daran.

Sowohl für Hersteller und Vermarkter, als auch für Konsumenten ist
die aktuelle Situation - mit teilweise deutlich unterschiedlichen
Kennzeichnungssystemen in einzelnen Ländern - allerdings wenig
zufriedenstellend. Eine europaweite Harmonisierung ist daher dringend
vonnöten; das seit vielen Jahren in der Praxis erprobte
österreichische System sollte dabei nach Ansicht von
Gesundheitsminister Stöger und der ARGE Gentechnik-frei in der EU als
Benchmark und Messlatte berücksichtigt werden.

"Österreich hat in Europa ganz sicher die fundiertesten
Erfahrungen bei der Gentechnik-freien Produktion. Es wäre daher klug
und effizient, wenn die EU-Kommission diese Erfahrungen bei einer
europäischen Harmonisierung als praxiserprobte Messlatte
berücksichtigt", sind sich Gesundheitsminister Alois Stöger und die
ARGE Gentechnik-frei einig und legen konkrete "Eckpfeiler" vor, die
als Rahmen für eine europäische Regelung gelten sollen. Besondere
Bedeutung nimmt darin die regelmäßige Kontrolle durch externe
Kontrollstellen ein, die derzeit nur in Österreich fix vorgeschrieben
ist.

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3737/

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