KONSUMENT.at: Winterdiesel im Test - Versorgung großteils gut

55 von 58 Proben entsprechen den gesetzlichen Bestimmungen

Wien (OTS/VKI) - Der Winter steht vor der Tür, die Temperaturen sinken. Für Skisportler ist das eine gute Nachricht, für die Halter von Dieselfahrzeugen weniger. Für sie beginnt nun wieder die Zeit, in der sie fürchten müssen, ihr Auto könnte nach einer kalten Frostnacht plötzlich nicht mehr anspringen. Dabei sollte genau das dank Winterdiesel eigentlich kein Problem sein. Laut österreichischer Kraftstoffverordnung darf in der Zeit von 1. November bis Ende Februar nur Diesel angeboten werden, der auch bei minus 20 Grad Celsius noch funktionstüchtig bleibt. Trotzdem sind viele Fahrzeughalter unsicher: Woher weiß ich, welchen Diesel ich an der Tankstelle bekomme? Was ist, wenn die Temperaturen unter minus 20 Grad sinken?

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat in Kooperation mit der Arbeiterkammer Tirol zum Winterbeginn bei insgesamt 58 Tankstellen österreichweit Proben entnommen und untersuchen lassen. 55 Kraftstoffproben entsprachen den gesetzlichen Bestimmungen, auch wenn der Großteil die Normgrenze nur sehr knapp einhielt. Drei Proben - jeweils eine Wien, Vorarlberg und Kärnten - erfüllten die Vorgaben nicht. Die detaillierten Testergebnisse und weitere Informationen zum Thema gibt es auf www.konsument.at.

VKI-Projektleiter Konrad Brunnhofer: "Die Versorgung mit Winterdiesel funktioniert, wie unsere Erhebung zeigt, relativ gut. Um die Unsicherheit unter den Autofahren zu reduzieren, wäre es sinnvoll, wenn an den Tankstellen die Kältefestigkeit (in Grad Celsius) deklariert wird. Der Anbieter sollte hier aber nicht einen theoretischen Tiefstwert angeben, sondern einen Mindestwert, für den er garantiert."

Früher konnte man sich bei tiefen Temperaturen selbst helfen, indem man Diesel mit Benzin verdünnte. Bei der heutigen Generation von Dieselmotoren ist das nicht mehr möglich. Eine Beimischung von Normalbenzin kann zu ernsthaften Schäden führen. Dasselbe gilt für die nachträgliche Zugabe von Additiven, sogenannten Fließverbesserern. Statt ihren eigentlichen Zweck zu erfüllen, haben diese beigemengten "Wundermittel" oft den gegenteiligen Effekt: Sie verstopfen die Filter und führen damit erst recht zum Versagen des Motors.

Die Details zum Winterdiesel-Test und weitere Informationen zum Thema gibt es auf www.konsument.at.

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Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
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www.konsument.at

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