• 04.12.2012, 09:59:38
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Brunner: Verbund muss auch in Österreich aus Braunkohle aussteigen

Entscheidung für Rückzug aus der Türkei stellt klimaschädliches Projekt in Frage

Utl.: Entscheidung für Rückzug aus der Türkei stellt
klimaschädliches Projekt in Frage =

Wien (OTS) - Der staatliche Energiekonzern Verbund hat gestern
bekannt gegeben, dass er seine Beteiligung in der Türkei abgibt. Dazu
sagt die Umweltsprecherin der Grünen, Christiane Brunner: "Verbund
wollte in der Türkei 750 Millionen Euro in ein Braunkohlekraftwerk
und -tagebau investieren. Wir Grünen haben dieses Projekt immer
kritisiert. Es ist ein Erfolg, dass diese Entscheidung
gestoppt ist."
Braunkohle ist ein Klimakiller und der Tagebau würde ganze
Landstriche zerstören. Das Kraftwerk würde große Mengen Schadstoffe
freisetzen. Dadurch wird die Landwirtschaft in der Region geschädigt
und die Lebensgrundlage der Menschen zerstört. "Ich hoffe, dass der
neue Eigentümer E.ON diese wahnsinnigen Pläne stoppt", sagt Brunner
und fordert: "Verbund muss nun auch in Österreich aus der Kohle
aussteigen und auf 100 Prozent erneuerbare Energien umstellen."

Die Mittel für die Investition in der Türkei wären aus einer
Kapitalerhöhung gekommen, also aus Steuergeld. Die Regierung hat
behauptet, dass mit der Kapitalerhöhung neue Wasser- und
Windkraftwerke in Österreich gebaut werden sollen, was offensichtlich
nicht richtig war. Die Grünen haben 2010 im Nationalrat dagegen
gestimmt.

"Wir können nicht über Klimaschutz reden und weiterhin immer mehr
Kohle, Gas und Öl verbrennen. Wenn wir Klimaschutz wirklich ernst
nehmen, müssen wir ineffiziente Kohleverbrennung und die Förderung
von unkonventionellen fossilen Brennstoffen wie Schiefergas stoppen",
erläutert Brunner.

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