• 29.11.2012, 17:07:39
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"Ganz schön intim" geht ganz schön zu weit

"Jugend für das Leben" nimmt Stellung zur umstrittenen Sexualaufklärungsbroschüre des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (bm:ukk)

Utl.: "Jugend für das Leben" nimmt Stellung zur umstrittenen
Sexualaufklärungsbroschüre des Bundesministeriums für
Unterricht, Kunst und Kultur (bm:ukk) =

Linz (OTS/jfdl-kb) - Eine heuer veröffentlichte
Sexualaufklärungsbroschüre des Unterrichtsministeriums hat in den
vergangenen Wochen und Tagen für helle Aufregung gesorgt. Vor allem
Erzieher, besorgte Eltern und Pädagogen haben sich zu Wort gemeldet.
Die Broschüre vertrete eine radikale Ansicht über den Umgang mit
Sexualität und verbreitet zudem rechtliche Falschinformationen, so
der Konsens der Kritiker. Auch "Jugend für das Leben" hat die
Unterrichtsmaterialien genauer unter die Lupe genommen.

Kinder haben das Recht auf eine altersadäquate Aufklärung

Die Aufklärungsbroschüre in Form einer Sammlung von
Unterrichtsmaterialien ist für Lehrer von sechs- bis zwölfjährigen
Schülern erstellt worden. Auf genauere Altersangaben zu den einzelnen
Unterrichtseinheiten haben die Verfasserinnen der
Unterrichtsmaterialien laut eigenen Angaben bewusst verzichtet.
Carina Broucek, Pressesprecherin der "Jugend für das Leben" sieht das
als besonders problematisch, da Kinder im Volksschulalter enorme
Entwicklungsschritte durchlaufen. Verwendetes Unterrichtsmaterial
müsse daher immer dem jeweiligen Alter und Entwicklungsstand der
Kinder angepasst werden, so die ausgebildete Kindergartenpädagogin.
"Einen 6-Jährigen mit demselben Inhalt zu konfrontieren wie einen
12-Jährigen ist gerade im sensiblen Bereich der Sexualität oft mit
traumatischen Folgen verknüpft", so Broucek weiter. "Kinder haben das
Recht auf eine Aufklärung, die inhaltlich ihrem Alter angepasst ist."

Missbrauchsprävention oder doch nur Ideologie-Implementierung?
Die Broschüre, die unter anderem der Missbrauchsprävention dienen
soll, beschäftigt sich nur am Rande mit dem Thema sexuelle Gewalt.
Viel vordergründiger seien Ideologien und Wertvorstellungen rund um
das Thema Sexualität, betont die "Jugend für das Leben"
Pressesprecherin: (Sexuelle) Beziehungen zwischen Mädchen und Buben,
Buben und Buben, Mädchen und Mädchen - "Alles was sich gut anfühlt
ist OK." Das biologische Geschlecht kann laut Broschüre beliebig
verändert werden, weil geschlechtliche Identität ohnehin nur sozial
konstruiert und geprägt ist. Transsexuelle Personen und ihre
besonderen Umstände werden als Norm dargestellt. Broucek: "Absolute
Ausnahmeerscheinungen, wie etwa die Geschlechtsumwandlung eines
Vaters, der sich als Frau fühlt, werden als alltäglich geschildert,
obwohl sie der realen Lebenswelt der meisten Kinder schlichtweg nicht
entsprechen." Für Broucek ist der präsentierte Wertepluralismus in
Wirklichkeit "radikale Gesellschaftspolitik, die auf dem Rücken
unserer Kinder ausgetragen wird!"

Dezidierte Falschinformationen

Ebenso kritisch zu beurteilen ist die Tatsache, dass in Österreich
ungesetzliche Handlungen als Faktum dargestellt werden, wie etwa die
Leihmutterschaft oder Insemination für lesbische Paare oder
Alleinstehende. Im Kapitel "Wie kommen Babys wirklich zu uns?" wird
die natürliche Zeugung eines Kindes durch Vater und Mutter erst an
zweiter Stelle nach Adoption und vor künstlicher Befruchtung
aufgezählt. Es sei erschreckend, dass gerade über den Beginn des
menschlichen Lebens so irreführende Aussagen getroffen werden, betont
Broucek. "Das Wunder des menschlichen Lebens wird hier einer saloppen
Beliebigkeit unterworfen. Dabei wäre es gerade für Kinder in diesem
Alter so wichtig zu hören, dass sie nicht nur ein Zufallsprodukt
sind".

Appell an Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied (SPÖ)
Die Jugend für das Leben kritisiert vor allem Frau Bundesministerin
Schmied (SPÖ) als Hauptverantwortliche. Der Broschüre fehle zur Gänze
die Stärkung der Liebesfähigkeit und Konfliktfähigkeit in diesem
sensiblen Thema, so Broucek und betont abschließend: "Es ist ein
Skandal sondergleichen, dass mit Steuergeldern eine derartig
einseitige, ideologische und vor allem desinformative
Aufklärungsbroschüre finanziert wird! Wir fordern Frau Bundesminister
Dr. Claudia Schmied auf, die von ihr in Auftrag gegebene fehlerhafte
Broschüre sofort zu überarbeiten!"

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