- 26.11.2012, 08:30:54
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Greenpeace und GLOBAL 2000: Durchbruch für Atomstrom-Freiheit Österreichs
Aus für Atomstromwäsche durch Pumpspeicherkraftwerke gefordert
Utl.: Aus für Atomstromwäsche durch Pumpspeicherkraftwerke gefordert=
Wien (OTS) - Als einen "Durchbruch für die Atomstrom-Freiheit
Österreichs" bezeichnen GLOBAL 2000 und Greenpeace den angekündigten
Gesetzesentwurf (Novelle des Elektrizitätswirtschafts- und
Organisationsgesetzes, ElWOG), mit dem die österreichische
Bundesregierung ihr beim Antiatom-Gipfel am 16. April 2012 getätigtes
Versprechen einlöst.
Klaus Kastenhofer, Geschäftsführer von GLOBAL 2000, betont: "Mit
dem vorliegenden Entwurf wird endlich die vollständige Kennzeichnung
von Strom in Österreich durchgesetzt. Damit wird die Möglichkeit
gestoppt, Atomstromimporte unter dem Deckmantel des "Graustroms" zu
verstecken. Die KonsumentInnen bekommen in Österreich damit endlich
transparente Information darüber, welchen Strom sie von ihrem
Energieversorgungsunternehmen beziehen. Atomstromschwindel wird
verunmöglicht!"
Greenpeace und GLOBAL 2000 warnen davor, das Ziel, Österreich zur
Gänze frei von Atomstrom zu machen, durch den Einsatz von Atomstrom
in Pumpspeichern zu gefährden. Dies wäre aber durch die vorliegenden
Vorschläge nicht klar geregelt, auch nicht hinsichtlich der
eindeutigen Kennzeichnung.
Alexander Egit, Geschäftsführer von Greenpeace, erklärt:
"Pumpspeicherkraftwerke dürfen nicht zum Reinwaschen von Atomstrom
verwendet werden."
Darüber hinaus fordern GLOBAL 2000 und Greenpeace, dass die
österreichische Regierung umgehend eine technische Notifizierung der
Gesetze zur vollständigen Kennzeichnung von Strom vornimmt. Jede
andere Form der Notifizierung würde die Beschlussfassung erheblich
verzögern oder unter Umständen sogar verhindern. "Österreich darf
sich bei der Umsetzung der Beschlüsse des Atomgipfels nicht dem
Pro-Atom-Diktat der EU unterwerfen und soll seinen Kurs eigenständig
und selbstbewusst bestimmen", fordert Klaus Kastenhofer.
Gemeinsam mit der Zusage der österreichischen Energiewirtschaft,
den Kauf von Atomstromzertifikaten strikt abzulehnen, wird Österreich
so bis spätestens 1.1.2015 atomstromfrei. Die freiwillige
Selbstverpflichtung, in Zukunft keinen Atomstrom zu beziehen, wird
durch die österreichische Energiewirtschaft gerade ausgearbeitet.
Greenpeace und GLOBAL 2000 gehen von einer raschen Einlösung dieses
Versprechens aus, da mit der ElWOG-Novelle der österreichischen
Bundesregierung alle gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen
wurden. Egit und Kastenhofer stellen unisono fest: "Österreich zieht
damit die Lehren aus Fukushima und nimmt wieder eine
verantwortungsvolle Antiatom-Vorreiterrolle in Europa ein".
Derzeit beläuft sich der Anteil von Atomenergie im
österreichischen Stromnetz noch auf rund fünf Prozent. Das entspricht
der Jahresleistung des Atomreaktors Dukovany 1 an Österreichs
Grenzen.
Zusätzlich werden die Pumpen der Pumpspeicherkraftwerke jetzt
völlig mit Graustrom betrieben - ein Drittel davon ist Atomstrom, was
den österreichischen Atomstromanteil nochmal um 1,8 % erhöht.
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